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Nach Prozess für Tiroler im Fall Münster: „Gibt hier keine gerechte Strafe“

An den Verbrechen des Pädophilen-Rings im deutschen Münster war auch ein Tiroler beteiligt. Für schweren Kindesmissbrauch ergingen am Landesgericht neun Jahre Haft.

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Verteidiger RA Stefan Gamsjäger (r.) richtete vor Prozessbeginn letzte Worte an seinen umfassend geständigen Mandanten.
© TT/De Moor

Von Reinhard Fellner

Innsbruck – Letzten Juni klickten in Nordrhein-Westfalen die Handschellen. Im dortigen Münster war nach der Entschlüsselung von Tausenden Chat-Nachrichten ein Pädophilenring extremer Ausprägung ausgehoben worden. So waren von einem 27-Jährigen und seiner Lebensgefährtin ein Fünfjähriger und sein zehnjähriger Bruder zum Missbrauch angeboten worden. „Gegen Bezahlung“ konnte man da auf den Kindern angebrachten Zetteln in einschlägigen Foren lesen. 26 Beschuldigte werden deshalb derzeit von den Strafbehörden verfolgt – auch ein bislang völlig unauffälliger Tiroler.


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