Attentäter von Nashville glaubte laut FBI an Verschwörungstheorien

Drei Monate nach der Explosion in Nashville berichtet die US-Bundespolizei: Der Attentäter sei von Paranoia und Verschwörungstheorien angetrieben gewesen. Ideologisches Motiv habe es keines gegeben.

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Einsatzkräfte am Tatort in Nashville im Dezember.
© AFP PHOTO / FBI's Memphis field office/ Twitter/ Metro Nashville Police Department

Washington – Knapp drei Monate nach der verheerenden Explosion in der US-Stadt Nashville hat die US-Bundespolizei FBI Terrorismus als Motiv ausgeschlossen. Der Attentäter sei unter anderem von Paranoia und "mehreren exzentrischen Verschwörungstheorien" angetrieben gewesen und habe Selbstmord begehen wollen, erklärte das FBI in einer Pressemitteilung zu einem Untersuchungsbericht.

Die Analyse habe keine Hinweise auf ein breiteres ideologisches Motiv ergeben, hieß es am Montag (Ortszeit). Der Attentäter habe Ort und Zeit der Explosion gezielt ausgesucht, um Aufmerksamkeit und Zerstörung zu erzielen und dabei trotzdem die Wahrscheinlichkeit zu reduzieren, dass Menschen verletzt würden, teilte das FBI mit. Der Mann habe die Sprengsätze alleine gebaut und zur Detonation gebracht.

Die Explosion im Zentrum von Nashville im Bundesstaat Tennessee hatte sich am Morgen des Christtags ereignet. Der Mann hatte sein Wohnmobil in die Luft gejagt und war dabei ums Leben gekommen. Die Explosion richtete großen Sachschaden an, zudem wurden mehrere Menschen verletzt. Hätte es 15 Minuten vor der Detonation keine vom Wohnwagen ausgehende Warnung an die Anrainer gegeben, wären nach Einschätzung der Ermittler mehrere Menschen ums Leben gekommen. (APA, dpa)


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