Edtstadler setzt sich in Rom für Änderung der Einreiseregeln für Österreicher ein

Europaministerin Karoline Edtstadler bemüht sich, lockerere Einreiseregeln für Österreicher in Italien zu erreichen. Derzeit gelten zahlreiche Auflagen, unter anderem eine verpflichtende 14-tägige Quarantäne.

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Europaministerin Karoline Edtstadler (l., ÖVP) mit dem Staatssekretär im Außenministerium, Vincenzo Amendola.
© HANS HOFER

Rom – Europaministerin Karoline Edtstadler (ÖVP) hat am Donnerstag bei ihrem Besuch in Rom Tourismusminister Massimo Garavaglia getroffen und die italienische Regierung zu einer Änderung der geltenden Einreiseregeln für Österreicher aufgerufen. Ausdrücklich sprach Edtstadler das Thema der Auflagen für Österreicher an, die ihrer Ansicht nach europaweit am strengsten seien.

"Diese Auflagen sind unverhältnismäßig und eine klare Ungleichbehandlung. Wir brauchen gleiche Reisestandards in der EU. Dafür habe ich mich bei meinem Besuch in Italien, unserem zweitgrößten Wirtschaftspartner, stark gemacht", sagte Edtstadler gegenüber der APA. Garavaglia, Minister aus den Reihen der rechten Lega, habe zwar keine Zusagen gemacht, er habe sich jedoch bereit erklärt, sich für eine Lösung einzusetzen.

Derzeit gelten strenge Einschränkungen bei Einreise in Italien

▶️ Einreisende aus Österreich, die sich in den vorangegangen 14 Tagen länger als zwölf Stunden in Österreich aufgehalten haben und ohne dringenden Grund nach Italien einreisen, müssen sich über ein Einreise-Online-Formular anmelden, einen negativen Antigen- oder PCR-Test mit sich führen und sich einem zweiten Test innerhalb von 48 Stunden unterziehen. Außerdem müssen sie sich bei der örtlich zuständigen Gesundheitsbehörde registrieren, sich für 14 Tage in Quarantäne begeben und sich am Ende der Heimisolierung noch einmal testen lassen.

Ausgenommen von der Quarantäne-Pflicht sind unter anderem Berufspendler bei der Rückkehr an ihren Wohnort sowie Schüler und Studierende, wenn sie mindestens einmal wöchentlich an ihren Wohnort in Italien zurückkehren, sofern sie keine Covid-19-Symptome zeigen. Für sie reicht ein wöchentlich durchgeführter negativer Antigen-oder PCR-Test sowie das Mitführen der Eigenerklärung aus.

Edtstadler wirbt für "grünen Pass"

Bei ihrem zweitägigen Besuch in Rom warb Edtstadler für den "Grünen Pass", der in der ganzen EU anerkannt werden und grenzenloses Reisen erlauben soll. "Der Grüne Pass ist das, was wir brauchen, um die Mobilität und damit den Tourismus und die Wirtschaft anzukurbeln", sagte die Ministerin, die am Mittwoch den italienischen Europa-Staatssekretär Vincenzo Amendola und den Minister für den digitalen Wandel Vittorio Colao traf.

In Rom führte Edtstadler auch Gespräche mit dem im Jänner zurückgetretenen Premierminister Giuseppe Conte. Der parteilose Jurist plant die Rückkehr in die Politik an der Spitze der Fünf Sterne-Bewegung, der stärksten Partei in der Regierungskoalition um den aktuellen Ministerpräsidenten Mario Draghi. (APA)


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