Zwei Drittel nahmen an Schwazer Impfstudie teil, Ergebnisse im Herbst

An neun Impfstandorten im Bezirk Schwaz nahmen rund 65 Prozent der Geimpften an der „REDUCE"-Studie teil. Nach dem Startschuss für den sechsmonatigen Beobachtungszeitraum werden erste Ergebnisse im Herbst veröffentlicht.

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Rund 46.000 Bewohner aus dem Bezirk Schwaz wurden geimpft.
© Thomas Böhm

Schwaz – Ob im Veranstaltungszentrum Jenbach, dem Europahaus Mayrhofen oder dem Stadtsaal Schwaz: Rund 46.000 Menschen nutzten in den vergangenen Tagen die Möglichkeit, sich im Zuge der Durchimpfung gegen das Coronavirus schützen zu lassen.

An neun von insgesamt 26 Impfstandorten führten die AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit) und die Medizinische Universität Innsbruck eine begleitende wissenschaftliche Studie mit dem Titel "REDUCE" durch. Von 19.000 Personen, die an den Standorten Eben am Achensee, Fügen, Hippach, Jenbach, Mayrhofen, Schwaz, Tux, Vomp sowie Zell am Ziller die Möglichkeit hatten, an der Studie teilzunehmen, haben sich rund 12.500 – das sind 65 Prozent – an der Studie beteiligt. Das teilte das Land Tirol am Freitag nach Auszählung der Fragebögen mit.

Eine solch hohe Studienteilnahme hat unsere Erwartungen übertroffen.
Landeshauptmann Günther Platter

"Eine solch hohe Studienteilnahme hat unsere Erwartungen übertroffen. Ich möchte mich bei allen Personen bedanken, die sich bereit erklärt haben, bei dieser Studie mitzumachen und damit einen wesentlichen Beitrag zur weiteren Erforschung des Coronavirus und seiner Mutationen zu leisten. In Anbetracht der hohen Impfbereitschaft und der hohen Studienbeteiligung lässt sich zu Recht sagen, dass die Impfaktion im Bezirk Schwaz ein voller Erfolg war", wird Landeshauptmann Günther Platter zitiert.

Beobachtungszeitraum startet

Als Studienstandorte fungierten aus organisatorischen Gründen die neun Impfstandorte Eben am Achensee, Fügen, Hippach, Jenbach, Mayrhofen, Schwaz, Tux, Vomp sowie Zell am Ziller. Hier hatten von 12. bis 15. März rund 19.000 zur Impfung angemeldete Personen die Möglichkeit, freiwillig an der Studie teilzunehmen. Die rund 12.500 ausgefüllten Fragebögen werden aktuell unter Einhaltung hoher Datenschutz-Kriterien erfasst.

"Schon 5000 Teilnehme hätten ausgereicht, um valide Ergebnisse zu erhalten", freut sich Studienleiter und Epidemiologe Peter Willeit von der Medizinischen Universität Innsbruck. Während der nächsten sechs Monate werden nun Daten zum Infektionsgeschehen, die routinemäßig erfasst werden, an das wissenschaftliche Team der Medizinischen Universität Innsbruck übermittelt und für eine statistische Auswertung aufbereitet. "Wir werden insbesondere untersuchen, wie stark die Impfung die Infektionszahlen und die Spitalsaufnahmen senken konnte", sagt Willeit. "Auch werden wir beurteilen können, ob die aus Südafrika stammende Virusvariante nahezu vollständig zurückgedrängt werden konnte."

Der Beobachtungszeitraum der begleitenden Impfstudie ist erfolgreich gestartet. Jetzt läuft die Erfassung, in sechs Monaten wird damit begonnen, die bis dahin vorliegenden Daten auszuwerten. Erste Ergebnisse können dann im Herbst veröffentlicht werden. (TT.com)


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