Mazda6: Langer Reisekombi für lang ersehnte Urlaubstrips

Der Mazda6 im Test als Reisemobil: eine Reminiszenz an den vergangenen Sommer. Denn der nächste kommt bestimmt.

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Voll Vorfreude auf den nächsten sommerlichen Italien-Abstecher steht der Mazda6 schon bereit.
© Zoller Gregor

Piombino – Wenn langsam der Frühling aufkommt, beginnen neben der Natur auch die Gedanken an die nächsten Touren gen Süden, die nächsten Stunden in warmen Gefilden, die nächsten Tage am Meer zu sprießen.

Bekanntermaßen steht dem momentan noch einiges im Wege, doch wir wollen uns in Erinnerung an unsere Ausfahrten im vergangenen Sommer mental auf den nächsten vorbereiten, denn der kommt ja bestimmt.

In Rückschau auf den „Sommer wie damals“ letztes Jahr blicken wir auf die Reiseerfahrungen mit dem Langen aus Japan, dem Mazda6 Sport Combi im TT-Dauertest.

Ein wahrer Allrounder ist er, der schon die Anreise auf der Autostrada bravourös meistert – 184 Pferdchen lassen die Distanz Milano-Venezia rascher vergehen. Ob Gasen oder Cruisen, die Langstreckendisziplinen beherrscht er aus dem Effeff. Die Automatik, ein 6-Gang-Getriebe, schaltet eher konservativ, hält die Drehzahl also niedrig. Neben der ruhigen Laufkultur des Aggregats trägt diese Charakteristik zum entspannten Gesamterlebnis bei.

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Aber auch in der Città, den verwinkelten und chaotisch-lebendigen Gassen der italienischen Städte, findet der Lange seinen Weg. Die Rückfahrkamera hilft in die schmale Parklücke, die Chromelemente bringen den nötigen Stil in die Sache, die iPhone-Konnektivität bei heruntergelassener Fensterscheibe und passenden Italo-Hadern verschafft zustimmende Blicke. Man darf sich ja bekanntlich nicht immer zu ernst nehmen.

Und wenn dann eine Horde Ragazzi das Auto begutachtet, braucht man sich auch nicht zu verstecken. Denn der „Sport Combi“, wie die Modellbezeichnung verrät, sieht gerade durch die leicht coupéartige Heckform und die kräftig-schwungvolle Linienführung an den Seiten wahrlich recht potente aus.

Ziemlich mächtig fühlt sich der Japaner auch im Inneren an. Von der Back-to-Basics-Mentalität, die das Mazda-Kodo-Design mitprägt, ist hier wenig zu merken. Ordentliche Assistenzsysteme, ein Head-up-Display und komfortable Sitze samt Heizung laden zum Verweilen ein. Heizung ist dann im Sommer zwar wieder überflüssig, in der Heimat hier schätzt man’s aber doch.

Und genau, die bequemen Sitze sind natürlich, wie wir es von italienischen Märkten kennen vera pelle, also Echtleder. Das kostet in Summe dann über 50.000 – Euro leider, keine Lire.


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