Polizei beschlagnahmt Haribo-Erdbeeren als „Partydroge“

Peinlicher Coup der Pariser Polizei: Statt Partydrogen im Millionenwert beschlagnahmten die Ermittler Berichten zufolge Erdbeeren aus Schaumzucker.

Drogentests zerstörten den Erfolg der Pariser Ermittler.
© pixabay

Saint-Ouen – Eine berauschende Erfolgsmeldung der Pariser Polizei hat sich als Schaumschlägerei entpuppt: Statt Partydrogen beschlagnahmten die französischen Ermittler Haribo-Erdbeeren aus Schaumzucker, wie am Freitag aus übereinstimmenden Quellen verlautete. Noch am Mittwoch berichtete die Polizei, sie habe im nördlichen Vorort Saint-Ouen eine Werkstatt zur Verpackung der synthetischen Droge Ecstasy ausgehoben und heiße Partyware im Wert von einer Million Euro beschlagnahmt.

Auf beigefügten Fotos waren kleine Sackerln mit rosa Pulver und rosa Pillen zu sehen. Zwei Tage später meldete die Staatsanwaltschaft nur knapp, dass das Pulver laut einer toxikologischen Untersuchung weder mit „Betäubungsmitteln noch anderen giftigen Substanzen“ zu tun habe. Tatsächlich handelte es sich um „zerkleinerte“ Schaumzucker-Erdbeeren von Haribo, die in Frankreich auch „Tagada“ genannt werden, präzisierte eine den Ermittlungen nahestehende Quelle.

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