BMW 2er: Tiefstapeln auf großem Fuß – der 2er kann’s

Nicht nur im Topmodell legt das kompakte BMW 2er Gran Coupé ordentlich vor: Porträt des flotten Jünglings mit Rennsport-Genen.

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„Snapper Rocks Blau metallic“ – klingt nicht nur gut, sieht auch so aus: der BMW M235i.
© Zoller Gregor

Sistrans – Die Hälfte von vier ist zwei. Einfaches Dividieren, richtig? Dass BMW den trivialen Grundzügen der Mathematik zu trotzen imstande ist, beweist allerdings ihr 2er: Denn Fahrspaß, Premium-Feeling und Optik sind mitnichten halb so groß wie im 4er, den wir auf winterlicher Testfahrt im oben stehenden Bericht würdigen.

Dass das Konzept des viertürigen Coupés funktioniert, sei es als Alternative zur klassischen Limousinenform oder schlicht als automobiler Leckerbissen für Design-Liebhaber, beweisen 8er und 4er bereits gekonnt.

Noch im Spätsommer war es nun der damals recht neue kleine Bruder, der nach Marktstart im März im TT-Fuhrpark seine Runden durch die sommerliche Hitze in und um die Landeshauptstadt drehte. Das BMW 2er Gran Coupé lässt es dabei definitiv heiß hergehen, da ist für die Augen genauso etwas dabei wie für den gasverliebten rechten Fuß.

Besonders eindrücklich bewahrheitet sich dies freilich am oberen Ende des Modellportfolios: Der M235i wartet mit einer 306-PS-Maschine, serienmäßigem xDrive-Allrad, mechanischer Differenzialsperre, Sportlenkung und -bremse sowie 8-Gang-Sportgetriebe auf. Die Quersumme? Richtig viel Fahrspaß. Der differenziert sich deutlich von anderen Kompaktsportlern, spätestens wenn per Launch-Control der Rennstart mit qualmenden Reifen gewagt wird. Der Motorsport steckt den Bayern eben doch in der DNA, gerade wenn das M den Modellnamen anführt.

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Der M geht aber auch gut zu integrieren, in einen ganz gesitteten und sommerlich-entspannten Alltag. Allein schon das schicke Design, moderner Coupé-Look mit rahmenlosen Türen, die charakteristische und dezent proportionierte Niere an der Front (die hochglanzschwarze Einfassung, ein fesches Detail für Genießer), die sportlich abgewinkelten LED-Scheinwerfer mit den vier markanten Augen, die Fensterlinie an der Seite – die Summe der Eindrücke passt.

Praktisches Detail: Trotz schnittiger Silhouette bietet die zweite Sitzreihe genug Platz, die Kopffreiheit passt, die Köpfe der Mitfahrenden bleiben verschont.

Kostenpunkt samt Extras sind gute 70.000 Euro. Das ist wieder schnöde Mathematik. Und dieser Realität entzieht sich dann auch das schicke Bayern-Coupé nicht. (gz)


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