Ab sofort Besuchsverbot in Tiroler Krankenhäusern – mit Ausnahmen

Das Land und die Tiroler Spitäler verhängen zum Schutz besonders sensibler Bevölkerungsgruppen ein Besuchsverbot in den Krankenanstalten. Es gibt jedoch Ausnahmen.

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Gesundheitslandesrat Tilg hat in Abstimmung mit Gesundheitsexperten und Vertretern der Krankenhäuser neue Besucherregeln für die Tiroler Krankenhäuser vorgelegt.
© Foto TT/Rudy De Moor

Innsbruck – Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen im Land herrscht in den Tiroler Krankenhäusern ab sofort ein generelles Besuchsverbot. Es können jedoch Einzelfallentscheidungen und somit Ausnahmen gemacht werden, wie das Land am Freitag in einer Aussendung mitteilte.

Ausnahmen sind demnach in folgenden Fällen möglich:

  • Bei Kindern
  • Bei palliativ betreuten, sterbenden Patientinnen und Patienten
  • Bei intensivtherapiepflichtigen Patientinnen und Patienten
  • Bei psychosozialer Indikation
  • Väter dürfen bei der Geburt ihrer Kinder weiterhin dabei sein

Die geltenden Hygiene- und Abstandsvorschriften sind bei Besuchen selbstverständlich einzuhalten. Zudem ist eine telefonische Voranmeldung und Rücksprache der Besucher mit dem Stationspersonal erforderlich. Besucher müssen außerdem einen negativen Antigentest (nicht älter als 24 Stunden) oder PCR-Test (nicht älter als 48 Stunden) vorlegen.️ Auch die privaten Sanatorien werden sich an der Vorgehensweise der Landeskrankenhäuser orientieren, hieß es.

„Das Virus muss unbedingt draußen vor der Spitalstür bleiben“ – LR Bernhard Tilg (ÖVP)
© Thomas Böhm / TT

„Das Virus muss unbedingt draußen vor der Spitalstür bleiben“, erklärte Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg. „Derzeit steigen die Infektionszahlen wieder vermehrt an, sodass wir bereits jetzt ganz kurz davor sind, dass der Regelbetrieb in den Krankenanstalten sukzessive heruntergefahren werden muss – vor allem im Zentralraum Innsbruck. Daher ist es wichtig, dass wir auf die Schwächsten in der Kette achten, um sie gemeinsam bestmöglich zu schützen“, erklärte der Landesrat.

Appell für Tests vor Ambulanzterminen

Die Ärztliche Direktorin des Landeskrankenhaus Innsbruck, Alexandra Kofler, appellierte zudem an Patientinnen und Patienten mit Ambulanzterminen, diese unbedingt einhalten, das heißt pünktlich zu erscheinen.

Darüber hinaus müssen Patientinnen und Patienten im Falle von Kindern auch deren Begleitpersonen, die zu einem geplanten Eingriff stationär oder tagesklinisch aufgenommen werden, zur Aufnahme einen negativen Antigentest der nicht älter als 24 Stunden oder einen negativen PCR-Test der nicht älter als 48 Stunden ist, mitbringen
Alexandra Kofler

Zudem wird an PatientInnen und Begleitpersonen, die zu einer geplanten ambulanten Vorstellung kommen, appelliert, wenn möglich ebenfalls einen negativen Antigentest oder PCR Test mitzubringen. Im Falle von akuten nicht geplanten Konsultationen seien keine Testungen im Vorfeld notwendig. (TT.com)


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