15 Jahre "Earth Hour": Auch in Tirol gehen am Samstagabend die Lichter aus

"Licht aus für das Klima": Am Samstagabend schalten wieder Millionen Menschen weltweit die Lampen in ihren Wohnungen aus, auch viele Wahrzeichen werden zwischen 20.30 und 21.30 Uhr nicht angestrahlt.

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Zum 15. Mal heißt es am Samstag zwischen 20.30 Uhr und 21.30 Uhr: "Licht aus für den Klimaschutz!"
© Dafydd Owen/WWF UK

Innsbruck – Es wird ein bisschen dunkler am Samstagabend: Der WWF ruft zum 15. Mal auf, für eine Stunde das Licht auszuschalten, als Zeichen für den Klimaschutz. Millionen Menschen in 180 Ländern beteiligen sich mittlerweile an der "Earth Hour". Auch mehr als 7000 Städte rund um den Globus machen mit: Vom Opernhaus in Sydney, dem Eiffelturm in Paris, dem Brandenburger Tor in Berlin bis zum Schloss Schönbrunn in Wien – zur Ortszeit 20.30 Uhr wird die Beleuchtung ausgeschaltet.

Auch die Stadt Innsbruck ist dabei: Das Licht am Goldenen Dachl und am Stadtturm erlischt und geht erst um 21.30 Uhr wieder an. "Mit der Teilnahme an der "Earth Hour" wollen wir die Bevölkerung daran erinnern, dass wir möglichst sparsam mit unserem Energieverbrauch umgehen müssen – jede und jeder von uns kann einen Beitrag im Kampf gegen die Klimakrise leisten", sagt Bürgermeister Georg Willi.

Das Schloss Schönbrunn wird schon seit Jahren am Earth Day verdunkelt.
© Hubert Nagele/WWF-AT

In Österreich haben neben dem Schloss Schönbrunn auch das Belvedere in Wien sowie das Ars Electronica Gebäude in Linz ihre Teilnahme angekündigt, berichtet der WWF Österreich. "Wir verdunkeln unsere Häuser und Wahrzeichen, um zu zeigen, wie düster die Lage unseres Planeten ist: Wetterextreme, Naturkatastrophen und zuletzt die Corona-Pandemie gefährden unsere Lebensgrundlagen. Sie sind die direkten Folgen grenzenloser Ausbeutung. Die Politik darf nicht länger untätig bleiben", sagt WWF-Klimasprecherin Lisa Plattner.

Die Idee zur "Earth Hour" entstand vor 14 Jahren in Australien. Über die Jahre breitete sie sich über die ganze Welt aus. Auf Grund der Corona-Pandemie gibt es an kaum einem Ort Möglichkeiten für größere Aktionen.

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Die Organisatoren wollen nun möglichst viele Interessierte am Samstagabend auf ihre Kanäle in sozialen Medien locken. Sie haben unter anderem ein spektakulären Video angekündigt, das dort gepostet werden soll. Das soll das meistgesehene Video der Welt werden – wenn es nur oft genug geteilt wird. Das heißt, Handy- und Computer abschalten gehört nicht zu den Empfehlungen, stattdessen taggen die Teilnehmer #EarthHour2021 und #togetherpossible. (TT.com)


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