Gottschalk mit Top-Quoten bei „DSDS“-Premiere, Bohlen plant „Großes“

Bei seiner DSDS-Premiere konnte Thomas Gottschalk als Ersatz für Dieter Bohlen gute Quoten einfahren. Der krank geschriebene Ex-Jurychef meldet sich fast zeitgleich per Instagram – und wirkt dabei recht fit.

Seine Zeit bei „Deutschland sucht den Superstar" ist vorbei. Nun möchte der 67-Jährige neue Projekte starten.
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Berlin – Vom meckernden Pop-Titan zum gut gelaunten Show-Dino: Thomas Gottschalk hat erstmals Dieter Bohlen als Juror bei „Deutschland sucht den Superstar“ ersetzt. Modisch gewohnt schick, im dunkeltürkisen Samtmantel, begrüßte Gottschalk am Samstag in alter „Wetten, dass..?“-Manier die RTL-Zuschauer. „Live-Fernsehen am Samstagabend – das ist doch wie gemacht für mich. Ich fühle mich auch wie zu Hause“, meinte der 70-Jährige zu Beginn. Showmaster Gottschalk hatte den Platz des langjährigen Chef-Jurors Bohlen eingenommen, nachdem dieser seine Teilnahme am DSDS-Halbfinale und -Finale abgesagt hatte – offiziell krankheitsbedingt. Zuvor hatte RTL angekündigt, dass Bohlens Zeit bei der erfolgreichen Castingshow nach fast 20 Jahren endet.

Auch ohne Dieter Bohlen hat das Halbfinale dem Sender RTL eine ordentliche Einschaltquote beschert. Im Schnitt 3,22 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer waren am Samstagabend an den Bildschirmen dabei, was bei mehr als dreistündiger Sendezeit einem Marktanteil von 11,8 Prozent entsprach.

Die Ausgabe am Samstag ohne Bohlen, aber mit Gottschalk konnte sich im Vergleich zur Vorwoche sogar verbessern: Am 20. März hatten 2,98 Millionen Leute eingeschaltet, der Marktanteil betrug 9,8 Prozent. Beim Halbfinale der vorangegangenen Staffel 17 im vergangenen Jahr waren es 3,67 Millionen und 11,2 Prozent, was also vergleichbar mit den diesjährigen Werten ist.

"Auch Titanen stürzen"

Nach der Eröffnung überließ Gottschalk dann Moderator Oliver Geißen die Bühne und setzte sich in die Jury zwischen Sängerin Maite Kelly und Social-Media-Star Mike Singer. „Auch Titanen können stürzen, und das ist dem Dieter passiert. Wir wünschen ihm natürlich, dass er schnell wieder aufsteht. Gute Besserung“, meinte Gottschalk über das verhinderte „DSDS“-Urgestein. Bohlen hatte sich vor wenigen Tagen überraschend krankgemeldet. Damit endet nach fast 20 Jahren seine Zeit beim Castingshow-Dauerbrenner ohne richtigen Abschied.

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In diesem Jahr hatte RTL ohnehin nicht viel Glück mit seinen Juroren. Kurz vor Staffelstart wechselte Schlagersänger Michael Wendler in die Verschwörungsbranche und wurde aus den bereits aufgezeichneten Sendungen rausgeschnitten. Dann das Bohlen-Aus, das diesen offenbar schwer getroffen hat.

Bohlen gibt sich zufrieden: „Super viele Angebote bekommen"

Jedenfalls äußerte sich der Musikproduzent wenige Minuten vor Beginn der Liveshow erstmals zu seiner Trennung von RTL. „Ich hab super viele Angebote natürlich bekommen, und da muss man natürlich so ein bisschen gucken, was man jetzt macht“, sagte er in einem Instagram-Video, in dem er topfit wirkte. Er sei mit der derzeitigen Situation sehr zufrieden. „Ich plane Großes, und ihr werdet von mir hören.“

Die große TV-Bühne gehörte später dann Gottschalk, was Alphatier Bohlen durchaus gewurmt haben dürfte. Die beiden liefern sich immer wieder Wortgefechte in der Öffentlichkeit. 2012 saßen beide beim „Supertalent“ in der Jury, was nicht besonders gut klappte. „Alles in allem sehe ich heute meine Aufgabe im Wesentlichen darin, den Leuten Mut zu machen und zu erklären, was auf sie zukommt. Denn wir leben doch in einer Phase, wo wahnsinnig viel gemeckert wird“, sagte Gottschalk über den Jury-Job.

Das könnte ein Seitenhieb auf Bohlen gewesen sein, der für seine oft bitterbösen Sprüchen berüchtigt war. „Show-Titan“ Gottschalk meisterte seine neue Aufgabe gewohnt routiniert und humorvoll. Zu der schmucklosen Industriehalle, aus der die erste Liveshow nach den im Herbst auf Mykonos aufgezeichneten Folgen übertragen wurde, meinte er: „Mit Dieter habt ihr am Mittelmeer gesessen, mich habt ihr nach Duisburg in die Werkhalle geschleift. Das ist auch nicht ganz nett.“ Übrigens: Im „DSDS“-Finale kommenden Samstag stehen Jan-Marten Block (25), Karl Jeroboan (30), Starian McCoy (19) und Kevin Jenewein (27). (APA/dpa)


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