Tschechischer Milliardär Petr Kellner in Alaska verunglückt

Der Chef der PPF-Gruppe kam beim Heli-Skiing ums Leben. Der Unfall hat sich nahe dem Knik Gletscher in Alaska ereignet.

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Prag – Der tschechische Milliardär Petr Kellner (56) ist bei einem Hubschrauberabsturz in Alaska gestorben, wie seine Unternehmensgruppe PPF der tschechischen Agentur CTK bestätigte. Der reichste Tscheche sei bei einem Unfall ums Leben gekommen, bei dem insgesamt fünf Menschen starben, darunter der Pilot. Eine weitere Person habe den Unfall überlebt. Laut der New York Times habe sich das Unglück bereits am Samstag ereignet. Die Gruppe sei offenbar beim Heli-Skiing gewesen.

Die Unglücksursache sei noch unklar und werde untersucht. Der Unfall habe sich nahe dem Knik Gletscher in Alaska ereignet.

Mehrheitseigentümer der Investmentfirma PPF

Kellner war Mehrheitseigentümer der Investmentfirma PPF, die im Telekommunikations-, Finanz- und Industriegeschäft tätig ist. Die Zeitschrift Forbes schätzte Kellners Vermögen auf umgerechnet knapp 15 Milliarden Euro. PPF ist neben der EPH-Gruppe zu 50 Prozent an dem deutschen Braunkohleförderer Leag beteiligt. Weitere Beteiligungen sind das Kreditunternehmen Home Credit, das vor allem in Russland und China aktiv ist, die Medienfirma CME mit dem Privatfernsehsender Nova und der Onlinehändler Mall.cz.

Der am 20. Mai 1964 in Nordböhmen geborene Kellner hatte seine Karriere mit dem Verkauf von Kopiergeräten begonnen. Er hinterlässt vier Kinder, darunter die international erfolgreiche Springreiterin Anna Kellnerova. (APA/Reuters/CTK)


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