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Die Chat-Protokolle und die ÖVP: „Gab schon bessere News für die Partei“

Besorgt sind ÖVP-Obere wegen der Chat-Protokolle zur Causa Schmid. Öffentlich tun sie ihren Unmut darüber nicht kund – noch nicht.

Bundeskanzler Sebastian Kurz ist in der ÖVP weiterhin unbestritten. Hinter vorgehaltener Hand wird aber erstmals Kritik geübt.
© APA/Roland Schlager

Von Karin Leitner und Michael Sprenger

Wien – Für die ÖVP von Sebastian Kurz ist es schon besser gelaufen. Auf über 40 Prozent Zuspruch war die Kanzlerpartei nach den Umfragen vor einem Jahr, nach dem Beginn der Pandemie, gekommen. Sie ist noch immer weit vor den Polit-Konkurrenten. Mit 34 Prozent wird ihr vom Institut für Demoskopie und Datenanalyse aber das schlechteste Resultat seit der Nationalratswahl 2019 bescheinigt; damals haben 37,5 Prozent der Berechtigten für die Türkisen votiert. Die schwindende Zufriedenheit mit dem Corona-Management der Regierenden und die publik gewordenen Chats zur Causa ÖBAG schlagen sich nieder.

Wie berichtet, hat sich offenbart, dass es den propagierten „neuen Stil“ bei Postenvergaben nicht gegeben hat, etwa bei der staatlichen Beteiligungsholding. Der Job des Alleinvorstands wurde für Thomas Schmid, Ex-Pressesprecher von ÖVP-Ministern und Ex-Generalsekretär im ÖVP-geführten Finanzministerium, zurechtgezimmert.

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