Seat rutschte ins Minus, bleibt aber zuversichtlich

Mit einem Verlust schloss die spanische Volkswagen-Tochter das Geschäftsjahr 2020 ab – die Delle dürfte aber bald repariert sein.

  • Artikel
  • Diskussion
Wayne Griffiths geht davon aus, dass Seat gemeinsam mit Cupra in diesem Jahr wieder profitabel sein wird.
© Seat

Barcelona – Verglichen mit den Jahren davor ist in diesem Jahr einiges anders, wenn es um die Darstellung des geschäftlichen Gebarens der Firma Seat geht. Sicherlich, ein großer Teil der Veränderungen geht auf das Konto der Corona-Pandemie, die weltweit Strategien, Prognosen und Businesspläne über den Haufen warf. Auch Seat kam nicht ungeschoren davon, musste nach mehreren Jahren des Wachstums wieder eine Bremse verkraften. Der Fahrzeugabsatz reduzierte sich um 26 Prozent auf 427.000 Einheiten weltweit, der Gewinn war keiner mehr – stattdessen verbuchten die Iberer einen nachsteuerlichen Verlust von 194 Millionen Euro (im Vorjahr gab es noch ein Plus von 346 Millionen Euro).

Allerdings: Vorstandsvorsitzender Wayne Griffiths und sein Vorstandskollege Carsten Isensee zeigten sich zuversichtlich, dass noch im ersten Quartal des laufenden Jahres Seat wieder schwarze Zahlen schreiben werde. Jedenfalls hat Seat samt Tochterlabel Cupra noch heuer und in den kommenden Jahren einiges vor. Am Programm steht etwa das Facelift des Arona (subkompaktes SUV) und des Kleinwagens Ibiza. Noch vor Jahreswechsel will Cupra mit dem vollelektrischen Born den Handel beehren, einem Fahrzeug, das auf der VW-Konzern-Plattform MEB basiert. Das Angebot der Plug-in-Hybridvarianten von bestehenden Baureihen wird auf ein halbes Dutzend erhöht – und zudem regt Griffiths das Erobern neuer Märke an. Im Fokus steht dabei die Südhalbkugel: „Australien ist ein junger Markt, zu dem eine junge Marke wie Cupra hervorragend passt“, erklärt Griffiths. Ihm ist zudem zu entlocken, dass mit Tavascan ein weiteres Elektrofahrzeug der Marke Cupra in Entwicklung ist. Der Marktstart ist für 2024 vorgesehen. „Unser Traum wird wahr“, resümiert Griffiths. (hösch)

E-Bike und 10 x € 300,- Sportgutscheine gewinnen

TT-ePaper gratis ausprobieren. Der Gratiszeitraum endet nach 4 Wochen automatisch.


Kommentieren


Schlagworte