Nur ein einziger Fall: Grippesaison fiel heuer aus

Nicht nur Österreich verzeichnet heuer diesen, durch die Corona-Schutzmaßnahmen ausgelösten Effekt, sondern ganz Europa. Nur aus einzelnen Ländern wurde eine sporadische Influenzaaktivität gemeldet.

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In der Vorsaison waren die grippeauslösenden Influenza-Viren noch sehr aktiv, in diesem Winter jedoch praktisch überhaupt nicht.
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Wien – In der Kalenderwoche 4 ist der bisher einzige Influenzafall in Österreich nachgewiesen worden. Davor gab es einen weiteren, der allerdings mit einer Einreise nach Österreich assoziiert war. „Die Covid-Schutzmaßnahmen von der Maske bis zum Mindestabstand und die Hygienemaßnahmen haben also nicht nur die Belastung durch Covid-19 massiv verringert“, meinte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Freitag in einer Aussendung.

Dies habe uns erstmals seit Jahrzehnten vor einer Grippewelle geschützt und damit viele Todesfälle und eine zusätzliche Belastung unseres Gesundheitssystems in dieser schwierigen Zeit verhindert, betonte der Ressortchef. Nicht nur Österreich verzeichnet heuer diesen Effekt, sondern ganz Europa. Aus einzelnen Ländern wurde eine sporadische Influenzaaktivität gemeldet. „Natürlich gab es auch heuer in Österreich grippeähnliche Infektionen, aber - mit Ausnahme des aktuellen Falles und des reiseassoziierten Falles - keine echten Influenzafälle und somit keine Influenzatoten“, so Anschober.

Tausende Todesfälle in den Jahren davor

In den vergangenen Jahren gab es in Österreich oft mehrere tausend Grippetote pro Saison: 2016/2017 waren es geschätzt 4436 mit Influenza assoziierte Todesfälle, 2017/2018 waren es 2851, 2018/2019 1373 und 2019/2020 834 Todesfälle. (APA)

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