Fast 90 Tote durch Schlammlawinen in Indonesien und Osttimor

Indonesien und Osttimor haben mit Sturzfluten und Erdrutschen zu kämpfen.
© JOY CHRISTIAN

Jakarta, Dili – Nach Sturzfluten und Erdrutschen in Indonesien und Osttimor ist die Zahl der Toten auf mindestens 87 gestiegen. In Indonesien kamen nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde vom Montag mindestens 66 Menschen ums Leben. In Osttimor wurden nach Behördenangaben bisher 21 Tote verzeichnet, die meisten davon in der Hauptstadt Dili. Dutzende Menschen wurden noch vermisst. Schlamm und das anhaltend schlechte Wetter behinderten die Rettungsarbeiten.

Starke Regenfälle hatten die Sturzfluten und Erdrutsche ausgelöst. Auf der indonesischen Insel Flores versanken kleine Ortschaften regelrecht im Schlamm, Bäume wurden entwurzelt und Häuser standen unter Wasser. Auf der Insel Lembata wurden ganze Teile von Dörfern durch Schlammlawinen einen Berghang hinuntergerissen. Tausende Menschen flohen in Notunterkünfte.

📽️ Video | Verheerende Sturzflut und Erdrutsche in Indonesien

Der indonesische Präsident Joko Widodo drückte den Betroffenen in einer landesweiten Ansprache sein „tiefstes Beileid“ aus. Die südostasiatischen Inselgruppen werden während der Regenzeit immer wieder von verheerenden Erdrutschen und Sturzfluten heimgesucht. Erst im Jänner waren bei Sturzfluten in der indonesischen Stadt Sumedang auf der Insel Java 40 Menschen gestorben. Nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde leben etwa 125 Millionen Indonesier in erdrutschgefährdeten Gebieten. Dies entspricht fast der Hälfte der Bevölkerung des Inselstaats. (APA/AFP)

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