Streit der Show-Legenden: Gottschalk schießt erneut, Bohlen kontert mehrfach

Seitdem Thomas Gottschalk bei „DSDS" für Dieter Bohlen kurzfristig übernommen hat, teilen die beiden Herren immer wieder öffentlich Sticheleien gegeneinander aus. Nun legt der Ex-Juror im Netz gegen den Entertainer nach.

Ein Bild aus versöhnlicheren Tagen.
© dpa

Köln – Der Streit zwischen Dieter Bohlen und Thomas Gottschalk geht in eine neue Runde. Seit bekannt wurde, dass statt dem Pop-Titan der TV- und Radiomoderator in den letzten beiden „Deutschland sucht den Superstar"-Shows (DSDS) am Jury-Pult Platz nimmt, konnten die beiden TV-Urgesteine sich den ein oder anderen bissigen Kommentar nicht verkneifen.

So sagte Gottschalk etwa am Freitag in seinem SWR3-Podcast „Podschalk" über Bohlen: „Dieter ist Geschichte, ich bin Legende." Zuvor hatte Bohlen in mehreren Videos auf Instagram den ehemaligen „Wetten, dass...?“-Moderator wegen seiner „neu gekauften Zähne" beleidigt und unter anderem behauptet, Gottschalk trage die „Haarteile“ seiner eigenen Oma.

„Wenn ich erzählen würde, was ich weiß ..."

Gottschalk wiederum sagte in einem Interview mit der „Bild“-Zeitung: „Dieter ist, wie er ist. Von Zuspiel hat er noch nichts gehört, die Tore schießt er oder keiner.“ Und auch in der Live-Show zum DSDS-Finale am Samstag konnte sich Gottschalk eine Spitze gegen Bohlen nicht verkneifen. Zu Finalist Kevin Jenewein (27), der von einer „Blase" gesprochen hatte, in der er sich befinde, sagte er: „Wenn die Blase platzt – entspann dich. Sie platzt für jeden irgendwann mal. Der Dieter sitzt auch in Mallorca und sortiert seine Camp-David-Hemden jetzt.“

Bohlens Konter folgte prompt. Unter einem seiner Instagram-Fotos kommentierte ein Nutzer die angespannte Situation: „Ich finde auch, DSDS mit Dieter ist um Klassen besser. Aber die Kommentare über Gottschalk klingen etwas, sagen wir mal ... gekränkt und beleidigt, sorry Dieter!" Den Kommentar beantwortete der Pop-Titan mit den Worten: „Nö, aber der erzählt seit Jahren Lügen über mich. Wenn ich erzählen würde, was ich von ihm wüsste, kann der einpacken." Und eine Nachfrage, ob er sich das DSDS-Finale mit Gottschalk als Aushilfs-Juror ansehen würde, beantwortete Bohlen mit einem „bestimmt nicht".

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Außerdem präsentierte Bohlen kommentarlos in einer Instagram-Story die schlechte Einschaltquote für das DSDS-Finale mit Gottschalk. Und in einer weiteren Story kommentierte Bohlen das Gottschalk-Zitat „Dieter ist Geschichte, ich bin Legende“ mit den Worten: „Super sympathisch der Mann“. Und: „In der Welt der Egomanen spielt er in einer anderen Liga.“

Schon jahrelange Reibereien

Der Streit zwischen den beiden Entertainern hat nicht erst mit dem DSDS-Finale 2021 angefangen. Die beiden sind bereits seit mehreren Jahren schlecht aufeinander zu sprechen. Bereits 2019 stichelte Thomas Gottschalk in der ARD-Talkshow „Maischberger – Die Woche" gegen den Pop-Titan, indem er ihm vorwarf, Botox zu verwenden, und sagte, er wolle nicht „wie Bohlen" enden.

Auch als Jurypartner in der RTL-Show „Das Supertalent" funktionierte es 2012 nicht zu 100 Prozent zwischen den Show-Legenden. So beklagte Gottschalk in seiner Autobiografie „Herbstgold", dass Dieter Bohlen kein Mann für Teamwork sei. Und auch während der Sendungen gab es immer wieder Sticheleien und kleinere Wortgefechte.

Zu „Wetten, dass..?"-Zeiten war das Verhältnis von Bohlen und Gottschalk noch nicht ganz so angespannt. Zahlreiche Male nahm der ehemalige Modern-Talking-Sänger damals sogar neben Thomas Gottschalk auf der Show-Couch Platz.

Ex-„Superstar" huldige Bohlen

Der Fernsehsender RTL hatte Mitte März bekanntgegeben, dass es Bohlens Vertrag als Juror von „Deutschland sucht den Superstar“ nicht verlängern werde. Der Sender wolle dem Format „frische Impulse“ geben, hieß es in einer Mitteilung. Bohlen meldete sich daraufhin für die verbliebenen zwei Shows der aktuellen Staffel krank, wodurch Gottschalk als Gastjuror seinen Platz einnahm.

In der Samstagabendshow setzte einzig der nun abgelöste „Superstar“ von 2020, Schlagersänger Ramon Roselly, zu einer Laudatio auf Bohlen an. Der „DSDS“-Papa“, „der Dieter“, fehle ihm im Finale, beklagte Roselly. „Ich hätte so sehr gerne gehabt, wenn ich hier reingekommen wäre, dass er auch hier gesessen hätte.“

Als Maite Kelly daraufhin erklärte, Bohlen sei „bei uns im Herzen“, stellte Moderator Oliver Geissen (51) klar: „Letztendlich müssen wir ja auch sagen, dass Dieter Gott sei Dank auch noch stoffwechselt... Wir sprechen hier keinen Nachruf.“ (TT.com)


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