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BIM bestimmt die Zukunft der Baubranche

Immer mehr Bauunternehmen in Tirol nutzen digitale Lösungen, um Arbeitsprozesse zu optimieren. Von Architekten und Baumeistern über Bauherren bis zu Fassadenspezialisten wächst die Bedeutung der Digitalisierung auf allen Ebenen.

Building Information Modeling – besser bekannt unter BIM – treibt die Digitalisierung in der Branche voran. Bauprozesse werden dadurch noch kosten- und terminsicherer sowie transparenter.
© Adobe Stock/WrightStudio

Einer der wichtigsten Impulsgeber rund um die Digitalisierung der Baubranche ist Building Information Modeling – kurz BIM. Im Wesentlichen geht es darum, die gesamte Wertschöpfungskette durch den Einsatz von vernetzten Informationstechnologien zu optimieren. Das Bauwerksmodell dient als Datenbasis für die integrale Zusammenarbeit. Es handelt sich somit nicht – wie oftmals vermutet – um eine Software, sondern um eine kooperative, digitale Arbeitsmethodik, die in allen Lebensphasen eines Gebäudes Anwendung findet. „BIM wird in den kommenden Jahren verstärkt Einzug in der Branche halten. Immer mehr Bauherren und -frauen fordern die Anwendung aufgrund der Vorteile, die sich daraus ergeben, ein“, zeigt sich Anton Rieder überzeugt. Der Landesinnungsmeister appelliert an die Tiroler Bauunternehmen, rechtzeitig auf den digitalen Wandel zu reagieren, um für die Zukunft gerüstet zu sein.

Integrale Zusammenarbeit

BIM verbindet alle Akteure eines Bauprojekts bereits ab der Planungsphase. Die Zusammenarbeit wird damit wesentlich transparenter und effizienter. Kommt es zu einer Planänderung, können die Auswirkungen auf Bauzeit und -kosten zeitnah eingeschätzt werden. All das erleichtert die Kommunikation, vereinfacht gemeinsame Entscheidungsprozesse und führt zu einer Zeit- und Kostenersparnis. Fehlerquellen werden auf diese Weise ebenfalls reduziert. Weiterer Pluspunkt: Auch die AuftraggeberInnen bleiben stets am Laufenden. Virtual Reality Brillen machen die spätere Gebäudenutzung bereits während der Planung erlebbar. Sie erleichtern und verbessern die Gestaltung von Räumen samt Innenausstattung. BIM findet nicht nur in der Kalkulation, Bauplanung, Ausführung sowie im Innenausbau Anwendung. Auch in der Vermarktung des Objekts und sogar im späteren Facility Management bietet der Ansatz viele Vorteile.

Mit BIM haben alle Projektbeteiligten jederzeit Zugriff auf sämtliche relevante Informationen.
© Adobe Stock/ty

Die Vorteile von BIM auf einen Blick

⦁Optimierung der Entscheidungsprozesse

⦁Transparente Abwicklung von Bauprojekten

⦁Effiziente Zusammenarbeit

⦁Präzise Kalkulation von Kosten und Terminen

⦁Reduktion von Planungs- und Ausführungsfehlern

⦁Steigerung der Qualität

⦁Möglichkeit einer virtuellen Besichtigung des digitalen Gebäudezwillings

⦁BIM als Grundlage für Computer-Aided Facility Management (CAFM)

Vorteile auch für KMU

Während große Bauunternehmen und Planungsbüros bereits aktiv damit arbeiten, stehen kleine und mittlere Unternehmen dem Umstieg zu BIM teils noch kritisch gegenüber. Dass diese Zweifel unberechtigt sind, zeigt ein erfolgreiches Projekt im Tiroler Unterland. Bei der Errichtung des Kindergartens in Schwoich setzten die Bauherren auf BIM und wurden auf diesem Weg von der Universität Innsbruck wissenschaftlich begleitet. Die Studie bestätigt, dass BIM über den ganzen Projektverlauf hinweg, von der Bestellung durch den Bauherrn, der Planung und Ausschreibung bis hin zur Bauausführung funktioniert hat. Das Ergebnis ist ein bautechnisch optimiertes und hochqualitatives Gebäude, welches unter Einhaltung aller Kosten- und Terminvorgaben umgesetzt werden konnte. Die detaillierten Ergebnisse und den Ablauf der Studie finden Sie auf der Website des Kompetenzzentrums für Bauforschung.

Bei der Errichtung des Kindergartens in Schwoich kam BIM zum Einsatz. Dieses Vorzeigeprojekt soll kleinen und mittelständischen Unternehmen zeigen, dass BIM nicht nur Vorteile für die Big Player der Baubranche mit sich bringt.
© Georg Fröch (Universität Innsbruck)

Noch Fragen?

Weitere Informationen und Hilfestellungen für die Umstellung auf BIM erhalten Sie auf der Website der Landesinnung Bau Tirol.


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