Oberleitung gerissen: Brennerbahnstrecke weiter nur eingleisig befahrbar

Die Brennerbahnstrecke bleibt voraussichtlich bis inklusive Samstag nur eingleisig befahrbar. Grund ist der Riss einer Oberleitung. Wie die ÖBB mitteilten, sei der Schaden größer als ursprünglich angenommen.

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(Symbolfoto)
© ÖBB/Gasser-Mair

Innsbruck, Brenner – Nach dem Riss der Oberleitung zwischen Matrei und Innsbruck ist die Brennerbahnstrecke seit Donnerstagfrüh nur eingleisig befahrbar. Der Schaden sei nach einer detaillierten Bestandsaufnahme größer als ursprünglich angenommen, teilten die ÖBB mit. Die Oberleitung ist demnach auf einer Länge von rund 800 Metern schwer beschädigt. 15 Ausleger, mit denen die Oberleitung an den Masten befestigt ist, müssen komplett erneuert werden.

Entsprechend aufwändig ist die Wiederherstellung, an der seit Donnerstag mit Hochdruck, auch die ganze Nacht über, gearbeitet wurde. Wie die ÖBB am Freitag bekanntgaben, bleibt die Strecke voraussichtlich auch noch den ganzen Samstag lang nur einspurig befahrbar, was zu weiterhin zu Einschränkungen führt.

Schienenersatzverkehr zwischen Steinach und Innsbruck

"Das bedeutet, dass weiterhin alle S-Bahnen, die in Steinach beginnen oder enden, ausfallen und stattdessen ersatzweise Busse zwischen Steinach und Innsbruck fahren", so ÖBB-Pressesprecher Christoph Gasser-Mair in einer Aussendung.

Die Züge zwischen Innsbruck und dem Brenner verkehren regulär. Am Freitag werden diese stündlichen Verbindungen zu den Hauptverkehrszeiten zu Mittag bzw. am Nachmittag mit einer zweiten Talent-Garnitur verstärkt, um so mit einer Verdoppelung der Kapazitäten (insgesamt 400 Sitzplätze pro Zug) dem erhöhten Reiseaufkommen und der aktuellen Corona-Situation Rechnung zu tragen. Am Samstag entfällt diese Verstärkung wegen der wesentlich geringeren Fahrgastzahlen. (TT.com)

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