Hütter ging mit Frankfurt bei seinem neuen Arbeitgeber Gladbach 0:4 unter

Der FC Bayern musste beim 3:2-Erfolg gegen Wolfsburg lange zittern, baute seinen Vorsprung auf Verfolger Leipzig aber wieder auf sieben Punkte aus. Schalke steht nach dem 0:4 in Freiburg unmittelbar vor dem Abstieg.

  • Artikel
  • Diskussion
Bayerns Jungstar Jamal Musiala trug sich gleich doppelt in die Schützenliste ein.
© FABIAN BIMMER

Mönchengladbach – Bayern München ist dem neunten Meistertitel in Folge in der deutschen Fußball-Bundesliga einen großen Schritt nähergekommen. Der Serienchampion setzte sich am Samstag im Schlager der 29. Runde beim drittplatzierten VfL Wolfsburg mit 3:2 durch und liegt fünf Partien vor Saisonende wieder sieben Punkte vor Verfolger RB Leipzig, der am Freitag gegen Hoffenheim nur 0:0 gespielt hatte. Die Wolfsburger haben nach der zweiten Niederlage in Folge 14 Zähler Rückstand auf Rang eins.

Die Truppe von Coach Oliver Glasner blieb mit einem Plus von einem Punkt Dritter, da der Vierte Eintracht Frankfurt bei Borussia Mönchengladbach mit 0:4 unterlag. Noch-Frankfurt-Coach Adi Hütter zog im Duell mit seinem kommenden Arbeitgeber den Kürzeren. Für die auf Rang sieben vorgestoßenen Gladbacher besorgte "Joker" Hannes Wolf den Schlusspunkt (95.). Sechs Punkte hinter Frankfurt neuer Fünfter ist Bayer Leverkusen nach einem Heim-3:0 gegen den 1. FC Köln. Der Achte Union Berlin siegte zu Hause gegen den VfB Stuttgart auch dank zweier Assists des mit einer Nasenmaske ausgestatteten Kapitäns Christopher Trimmel mit 2:1.

⚽ Deutsche Bundesliga, 29. Spieltag

  • RB Leipzig - TSG Hoffenheim 0:0 (0:0)
  • Borussia Mönchengladbach - Eintracht Frankfurt 4:0 (1:0)
  • SC Freiburg - Schalke 04 4:0 (2:0)
  • VfL Wolfsburg - Bayern München 2:3 (1:3)
  • Union Berlin - VfB Stuttgart 2:1 (2:0)
  • FC Augsburg - Arminia Bielefeld 0:0
  • Bayer Leverkusen - 1. FC Köln 3:0 (1:0)
  • Sonntag: Borussia Dortmund - Werder Bremen 15.30 Uhr
  • abgesagt: FSV Mainz 05 - Hertha BSC Berlin

Die Bayern zeigten sich vom bitteren Out im Champions-League-Viertelfinale gegen Paris St. Germain gut erholt und legten mit ÖFB-Star David Alaba einen Traumstart hin. Jamal Musiala bezwang VfL-Tormann Koen Casteels, nachdem Alphonso Davies und er selbst die Wolfsburger Abwehr ausgetanzt hatten (15.). Casteels hatte schon da nicht gut ausgesehen. Neun Minuten später patzte er aber so richtig, indem er eine Alaba-Hereingabe ausließ und Eric Maxim Choupo-Moting aus vier Metern ins leere Tor vollenden konnte.

🔗 >>> Paukenschlag beim FC Bayern: Flick bittet um Vertragsauflösung

Auch auf der anderen Seite konnte sich ein ÖFB-Teamkicker einen Assist gutschreiben lassen. Xaver Schlager fing einen Thomas-Müller-Fehlpass ab, schaltete schnell um und bediente Wout Weghorst, der überlegt einschoss (35.). Die Reaktion der Bayern folgte prompt. Musiala machte nach Müller-Flanke per Kopf seinen Doppelpack perfekt, Schlager war nicht nah genug am Gegenspieler (37.). Da Maximilian Philipp kurz nach Wiederbeginn der Anschlusstreffer gelang (54.), blieb es spannend. Beide Teams verabsäumten es allerdings in der Folge, ihre Großchancen am Ende einer packenden Partie zu verwerten.

Die Gladbacher waren scheinbar vor den Augen ihres ab Sommer amtierenden neuen Chefcoaches besonders motiviert. Der von den Frankfurtern völlig allein gelassene Matthias Ginter besorgte per Kopf die frühe Führung (10.). Auf der anderen Seite stand Stefan Ilsanker mehrmals im Mittelpunkt. Zuerst hatte er nach einem Eckball bei einem wuchtigen Latten-Kopfball Pech (24.). Dann hatte sein Team zweimal (38., 55.) Glück, dass umstrittene Handspiele des 31-Jährigen im Strafraum auch nach Videostudium nicht mit Elfmetern geahndet wurden.

Gladbach ließ sich dadurch nicht beirren und Jonas Hofmann (60.), Ramy Bensebaini (67.) und Wolf nur wenige Minuten nach seiner Einwechslung in der 90. Minute machten alles klar. Sehr zur Freude von Stefan Lainer, Valentino Lazaro und eben auch Wolf. Bei den Verlierern war Ilsanker bis zur 65. Minute als Innenverteidiger im Einsatz. Martin Hinteregger kam noch nicht zu seinem Comeback, er stand nicht im Kader.

Trimmel doppelter Assistgeber bei Union-Sieg

Union Berlin besiegte Stuttgart dank Toren von Grischa Proemel (20.) und Petar Musa (43.). Beide hatten nach Trimmel-Idealhereingaben keine große Mühe zu vollenden. Den Stuttgarter Anschlusstreffer von Philipp Förster (49.) bereitete ÖFB-Stürmer Sasa Kalajdzic vor. Es war die 19. Torbeteiligung für den 23-Jährigen, der 14 Saisontreffer erzielt hat.

Leverkusen setzte sich ohne Aleksandar Dragovic und Julian Baumgartlinger dank Toren von Leon Bailey (5., 76.) und Moussa Diaby (51.) gegen Köln souverän durch. Den Kölnern, bei denen Florian Kainz in der 63. Minute mit einem Weitschuss die Latte traf und Friedhelm Funkel sein Trainer-Comeback gab, fehlen als Vorletztem weiter drei Zähler auf den Relegationsplatz.

Einen Punkt davor liegt Arminia Bielefeld nach einem 0:0 beim FC Augsburg, wobei Manuel Prietl und Christian Gebauer (ab 77.) bei den Gästen mitwirkten. Keine realistische Hoffnung auf den Klassenerhalt hat hingegen das abgeschlagene Schlusslicht Schalke 04 nach einem klaren 0:4 beim SC Freiburg, bei dem Philipp Lienhart durchspielte. (APA)


Kommentieren


Schlagworte