Tirolerin Graf holt Bronze bei Europameisterschaft in Lissabon

Die Tulferin Bernadette Graf bezwang in der Kategorie bis 78 kg im Kampf um Platz drei die Olympia-Silbermedaillengewinnerin von Rio, die Französin Audrey Tcheumeo, mit Ippon.

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Bernadette Graf strahlt mit EM-Bronze.
© GEPA pictures/ Christian Walgram

Lissabon - Österreichs Judoka durften am Schlusstag der Europameisterschaften in Lissabon doch noch über eine Medaille jubeln. Bernadette Graf bezwang in der Kategorie bis 78 kg im Kampf um Platz drei die Olympia-Silbermedaillengewinnerin von Rio, die Französin Audrey Tcheumeo, mit Ippon. Im persönlichen Head-to-Head führt die Tirolerin jetzt mit 4:0. Es ist die einzige Medaille für Österreich bei dieser EM.

Damit konnte die ÖJV-Serie seit 2013 bei der letzten Chance noch prolongiert werden. Seit nun acht Jahren haben die Österreicher zumindest einmal Edelmetall gewonnen (2018 und 2019 je zwei Medaillen). Graf war sehr glücklich. "Es ist zwar schon meine fünfte EM-Medaille (davon eine im Mixed-Team-Bewerb/Anm.), aber wahrscheinlich die emotionalste. Dass ich nach einjähriger Wettkampfpause erst in meinem zweiten Turnier nach dem Comeback schon für eine Medaille gut bin, spricht für sich. Ich bin richtig glücklich, das gibt mir auch im Hinblick auf Tokio Berge."

Auch ÖJV-Cheftrainerin Yvonne Bönisch lobte ihre Athletin: "Bernadette hat eine aus unserer Sicht relativ enttäuschende EM noch im letzten Moment gerettet. Ihre Leistung im Kampf um Bronze war beeindruckend." Die 28-Jährige musste sich nur im Viertelfinale der WM-Dritten Loriana Kuka aus dem Kosovo im Golden Score nach Festhaltegriff mit Ippon geschlagen geben. Den EM-Titel holte sich die Polin Beata Pacut.

Die Chance auf Bronze hatte sich Daniel Allerstorfer in der Kategorie über 100 kg mit Ippon-Siegen gegen den Kroaten Ivan Covic sowie danach den Aserbaidschaner Ushangi Kokauri erhalten. Für ihn folgte dann aber eine Viertelfinal-Niederlage gegen den Russen Inal Tasojew und in der Hoffnungsrunde eine gegen den Israeli Or Sasson - ebenfalls jeweils per Ippon. Damit wurde es für den Oberösterreicher Rang sieben.

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Aaron Fara schied in der Klasse bis 100 kg nach einer Auftaktniederlage gegen Zelym Kozojew (Aserbaidschan) aus. An den beiden Vortagen hatten die österreichischen Teilnehmer enttäuscht. (APA)


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