Verheerender Großbrand in Kapstadt zerstörte historische Gebäude

Mehrere historische Gebäude, darunter eine Bibliothek mit historischen Büchern und Südafrikas älteste Windmühle, wurden in den Flammen zerstört. Auch am Tafelberg standen Hänge in Flammen.

  • Artikel
  • Diskussion
Mehr als 120 Feuerwehrleute kämpften die ganze Nacht über gegen die Flammen.
© RODGER BOSCH

Kapstadt – Angefacht von heftigem Wind hat sich ein am Wochenende ausgebrochener Großbrand in Südafrikas Touristenmetropole Kapstadt am Montag weiter ausgebreitet. Tausende Studenten mussten ihre vom Brand bedrohten Unterkünfte fluchtartig verlassen. Ein Sprecher der Universität Kapstadt sprach von einem verheerenden Bild der Verwüstung. Mehrere historische Gebäude - darunter eine Bibliothek mit historischen Büchern und Südafrikas älteste Windmühle - wurden in den Flammen zerstört.

Auch am Tafelberg standen Hänge in Flammen.
© RODGER BOSCH

"Dieses Feuer wird uns noch Tage beschäftigen", meinte Philip Prins von der Nationalparkverwaltung am Tafelberg, Kapstadts Wahrzeichen. Auch dort standen Hänge in Flammen.

Mehr als 120 Feuerwehrleute im Einsatz

Nachdem mehrere Lösch-Helikopter am Vortag im Einsatz waren, war deren Einsatz am Montag zunächst unklar. "Wir haben Windgeschwindigkeiten zwischen 45 und 50 Stundenkilometer", sagte Prins dem TV-Sender eNCA. Eine Entscheidung sollte im Laufe des Vormittags getroffen werden. Mehr als 120 Feuerwehrleute kämpften die ganze Nacht über gegen die Flammen. Zwei von ihnen wurden während des Einsatzes verletzt. Behörden riefen dazu auf, der von den Flammen bedrohten Innenstadt fern zu bleiben.

Nach Angaben von Rettungsdiensten war das Feuer am Sonntagmorgen ausgebrochen. Die Ursache des Brandes sei vermutlich ein von einem Obdachlosen entzündetes Lagerfeuer gewesen, hieß es. Der Tafelberg und der ihn umgebende Nationalpark stehen unter Naturschutz. In Südafrikas Trockenzeit kommt es häufig zu schlimmen Bränden. Allerdings war es in der von Mitte November bis April gehenden diesjährigen Saison das erste schwere Feuer in der Region. (APA/dpa)


Kommentieren


Schlagworte