Kommission wird Schutzwege in Imst prüfen

In Imst prüfen Experten nach schweren Unfällen die Straßenquerungen zwischen Interspar und Gunglgrün.

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Eine lange Gerade in Imst verleitet dazu, den ausgeschilderten „60er“ außer Acht zu lassen.
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Von Thomas Parth

Imst – Vergangenes Jahr ereignete sich ein tödlicher, vor zwei Wochen ein schwerer Unfall auf der Tiroler Straße 171 in Imst. Zwischen dem Kreisverkehr beim Interspar und der Ortseinfahrt Gunglgrün bzw. Sonnberg gilt auf der gesamten Länge eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 60 km/h. Allerdings verleitet eine lange Gerade so manchen Autofahrer zum Tritt aufs Gaspedal. Dass überhöhte Geschwindigkeit mit ein Grund für die Unfälle ist, darüber sind sich die Verkehrsexperten einig.

„Jeder Unfall ist einer zu viel!“, unterstreicht BHStv. Andreas Nagele. Er ist sich des Problems bewusst: „Wir werden einen Lokalaugenschein vornehmen und parallel dazu die Aufstellung einer permanenten Radarbox prüfen.“ Bezirkspolizei-Kdt. Hubert Juen erinnert daran, dass es bereits vor mehreren Jahren vor der Imster Ortseinfahrt beim „Café Kristall“ einen Unfall mit einem tödlich Verletzten gab: „Die Polizei misst auch in diesem Bereich immer wieder die Geschwindigkeit. Ob der hier vorgegebene ,60er‘ permanent überschritten wird, muss man sich in einer längerfristigen Brennpunktmessung ansehen.“ Die Polizei werde jedenfalls ein Maßnahmenpaket zusammenstellen, das Verbesserungsvorschläge in diesem Bereich vorsieht. Dies könne von einer Blinkanlage im Bereich der Schutzwege bis zu verstärkten Kontrollen reichen.

Der für die städtischen Verkehrswege zuständige GR Heinrich Gstrein ist seit Jahren um den Ausbau der Verkehrssicherheit sowie der Gehsteige bemüht. „Ein genereller Appell ergeht an die Autofahrer, die ihre Geschwindigkeit stets auf Sichtweite anpassen müssen“, ruft Gstrein zur Selbstkontrolle auf: „Die Verkehrsteilnehmer müssen gegenseitig aufeinander schauen.“

Der scheidende Leiter des Bezirksbauamtes des Landes, Günter Heppke – ihm folgt im Juni der Haiminger Bernd Stigger – sieht die Sachverständigen gefordert: „Polizei, Bezirkshauptmannschaft und Baubezirksamt werden sich zusammensetzen. Die Stadtgemeinde ist ebenfalls eingeladen.“ Gemeinsam werde man eine Lösung finden, wie die Sicherheit der Straßenquerungen gehoben bzw. wie die Geschwindigkeit besser kontrolliert werden kann.

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