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Nach Covid-Fall an Schwazer Schule ist die Verwirrung perfekt

Weil mehrere Behörden beteiligt waren und sich nicht absprachen, waren drei Lehrer systemrelevant und drei derselben Klasse nicht.

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Schwerer als eine Rechenaufgabe: Vom Wohnsitz des Lehrers hing es ab, ob dieser unterrichten durfte.
© imago

Von Anita Heubacher

Schwaz – Kopfschütteln ob der behördlichen Entscheidungen herrscht am Paulinum in Schwaz. Am 7. April war ein Schüler positiv getestet worden. Daraufhin wurden alle Schüler der Klasse als Kontaktpersonen Kategorie 1 eingestuft. Also quarantänisiert und ins Distance Learning geschickt.

Weniger einhellig war das bei den Lehrpersonen. Sechs Lehrer haben die Klasse unterrichtet. Aber je nach Wohnsitz des Lehrers durften dieser entweder weiter unterrichten oder musste nachmittags die Kontakte reduzieren und umgekehrt. Drei Lehrkräfte traten also ihren Dienst an, drei andere derselben Klasse nicht. „Die drei Kollegen aus Innsbruck durften unterrichten und wurden als systemrelevant eingestuft, die drei aus Schwaz nicht“, erzählt eine Lehrerin. Die Innsbruckerin unterrichtet die ganze letzte Woche, muss sich aber nachmittags in ihren Sozialkontakten einschränken.


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