Umfrage zeigt Unzufriedenheit mit Pensionskassen

Eine Umfrage des Schutzverbands der Pensionsberechtigten zeigt, dass viele Menschen mit den Veranlagungsergebnissen der Pensionskasse unzufrieden sind. Nur 28 % gaben an, über das Pensionskassensystem gut informiert zu sein.

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Wie viel bleibt im Alter? Große Kriti­k an den Pensionskassen
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Wien – Der Schutzverband der Pensionsberechtigten (Pekabe) ortet im Pensionskassensystem massive Schwachstellen und stützt sich dabei auf eine Umfrage unter Pensionisten und angehenden Pensionisten. Eine überwiegende Mehrheit ist demnach unzufrieden mit den Veranlagungsergebnissen der Pensionskasse.

88 % der mehr als 2000 Befragten hätten deshalb Kürzungen der ursprünglichen Pensionsleistung zwischen 10% und mehr als 50 % hinnehmen müssen. Mehr als die Hälfte (54 %) stuft das System als wenig transparent oder intransparent (6 %) ein. Nur 28 % gaben an, über das Pensionskassensystem gut informiert zu sein.

Einer Mehrheit der Befragten ist der Rechnungszins, ein entscheidender Parameter für die Berechnung der künftigen Pensionshöhe, nicht bekannt. Knapp 42 % der künftigen Pensionisten bezweifeln, dass die Pensionskassen-Pension ihren Lebensstandard im Alter absichern kann.

Pekabe fordert, dass Pensionskassen zur Rechenschaft gezogen werden sollten. „Pensionskassen müssen zumindest eine gleichbleibende Pensionen garantieren“, so Pekabe: „Verluste aus der Veranlagung sollen nicht nur die Berechtigten alleine tragen, auch die Pensionskassen müssen Mitverantwortung übernehmen.“ Auch müssten Kosten für Veranlagung, Verwaltung und Fondsmanagement transparenter werden. Pensionskürzungen sollten zudem steuerlich geltend gemacht werden können. (mas)

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