Streit um Tschirganttunnel: „Der Aufschrei der ÖVP ist lächerlich“

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Reutte – Die Absage der Asfinag zum Bau des Tschirganttunnels verärgerte nicht nur Landeshauptmann Günther Platter, der im Bau des Fernpass-Scheiteltunnels und des Tschirganttunnels die Lösung für das Verkehrsproblem entlang der Fernpassroute sieht. Auch für die Außerferner VP-Nationalrätin Elisabeth Pfurtscheller ist dies nicht nachvollziehbar. „Verkehrsministerium und Asfinag haben bereits die Umsetzung des Tschirganttunnels zugesagt. Jetzt muss das Wort aus Wien halten,“ sieht Pfurtscheller die Asfinag in der Pflicht.

„Dieses inszenierte Tunnel-Drama bringt uns nicht weiter“, kontert Stefan Zaggl, Bundesrat und SPÖ-Bezirksvorsitzender in Reutte, und fügt hinzu: „Der Aufschrei der Tiroler Volkspartei nach der negativen Machbarkeitsstudie der Asfinag ist lächerlich bis beschämend.“ Derzeit sei man weiter von einer Verkehrslösung im Außerfern entfernt als je zuvor, „auch weil die Tiroler Verantwortlichen immer wieder auf das falsche Pferd setzen, schlecht verhandeln und die Tiroler Interessen nicht durchsetzen können.“

Die Lösung liegt im Bau eines Bahntunnels zwischen dem Ehrwalder Becken und dem Inntal.
BR Stefan Zaggl (SPÖ-Bezirksvorsitzender)

Nach Corona werde es wieder einen massiven Anstieg auf der Fernpassroute, bis hin zum Verkehrsinfarkt, geben. „Diese Belastung ist nicht akzeptabel“, so Zaggl, der der VP vorwirft, in der Sache seit Jahren nichts weitergebracht zu haben. „Man hat diskutiert, zugeschaut und versucht jetzt, der Asfinag und dem Bund die Schuld in die Schuhe zu schieben.“

Um das Verkehrsproblem im Außerfern nachhaltig zu lösen, sei für ihn die Verlagerung von der Straße auf die Schiene die einzige Möglichkeit: „Die Lösung liegt im Bau eines Bahntunnels zwischen dem Ehrwalder Becken und dem Inntal. Alles andere, insbesondere der Scheiteltunnel, ist sinnlos.“ (TT, fasi)

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