Vertrauen in EU so hoch wie lange nicht, Österreicher skeptischer

49 Prozent der in allen Mitgliedsstaaten Befragten gaben an, der EU zu vertrauen – es ist der höchste Wert seit 2008. In Österreich ist der Wert deutlich niedriger.

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Am meisten Sorgen bereiten den EU-Bürgern die gesundheitliche und wirtschaftliche Lage sowohl auf EU- als auch auf nationaler Ebene.
© ARIS OIKONOMOU

Brüssel – Das Vertrauen der Europäer in die Europäische Union ist trotz Problemen bei der Impfstoffbeschaffung so hoch wie seit über zehn Jahren nicht mehr. Dies geht aus einer am Freitag veröffentlichten Eurobarometer-Umfrage mit rund 27.000 Teilnehmern hervor. Demnach vertrauen 49 Prozent der befragten Bürger der EU – ein Zuwachs um sechs Prozentpunkte im Vergleich zum Sommer 2020 und der höchste Wert seit Frühjahr 2008.

Insgesamt sagte in 20 der 27 EU-Staaten die Mehrheit der Befragten, dass sie der EU vertraue. Die höchsten Werte wurden laut Umfrage in Portugal (78 Prozent) und in Irland (74 Prozent) verzeichnet. In Österreich lag der Wert mit 41 Prozent deutlich unter dem EU-Durchschnitt – nur in Frankreich, Zypern (beide 39 Prozent) und Griechenland (37 Prozent) war er noch niedriger.

Am meisten Sorgen bereiten den EU-Bürgern die gesundheitliche und wirtschaftliche Lage sowohl auf EU- als auch auf nationaler Ebene. Fast die Hälfte der Befragten ist unzufrieden mit den von der EU getroffenen Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. Allerdings vertrauen laut Umfrage etwa 60 Prozent darauf, dass die EU die richtigen Entscheidungen trifft, um die Krise zu bewältigen. (APA/dpa)


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