Für die "Aufsteiger des Jahres" bleiben die fünf Ringe das große Ziel

Tirols „Aufsteiger des Jahres“ mit der Lizenz zum Seriensieg: Kombinierer Johannes Lamparter und Bikerin Mona Mitterwallner.

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Beide Tiroler, beide 19 Jahre alt, beide Junioren-Weltmeister: die Aufsteiger Johannes „Jo“ Lamparter und Mona Mitterwallner.
© Rita Falk
Florian Madl

Von Florian Madl

Innsbruck – Wie es ist, ein Trikot mit den Regenbogenfarben zu tragen, weiß Mona Mitterwallner. Die Junioren-Weltmeisterin am Mountainbike lugte beim Foto-Shooting am Bergisel dann auch verzückt zu den fünf olympischen Ringen. Die wären – wenn am Traditionsberg nicht ausnahmsweise gusseisern – ebenfalls in diesen Farben gehalten. „Olympia wäre schon eine tolle Sache“, meinte die Silzerin. Doch die 19-Jährige weiß: „Heuer wird es schwierig, Laura hat die Quotenplätze erkämpft und ich darf altersbedingt bei keinem Eliterennen antreten.“ Zumindest der Ehrgeiz ist der Tiroler „Aufsteigerin des Jahres“ mit jeder Silbe zu entnehmen. Und Stichwort Silbe: Einsilbig war Mona keineswegs, als sie sich für das TV-Interview in einem Kurzstatement bedankte. „Wie eine Große“, staunte da sogar ORF-Sportchef Fred Lentsch angesichts des professionellen Auftritts.

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Nicht weniger eloquent präsentierte sich Johannes Lamparter, ebenfalls 19 Jahre alt und aus Rum. An „Jo“, wie ihn die meisten nennen, führte bei der heurigen Aufsteiger-Wahl kein Weg vorbei. Ursprünglich wollte der Nordische Kombinierer in der abgelaufenen Saison „nur“ zum vierten Mal Junioren-Weltmeister werden, aber dann klappte das Kunststück auch bei den Großen in Oberstdorf (dort sogar zweimal). So ganz losgelöst vom Jahr 2020 konnte man die Erfolge im Kalenderjahr 2021 nicht betrachten. Aber eines stand aus Sicht der Jury schon im Vorfeld der heurigen Sportlerwahl fest: Die Kür der „Jahres-Aufsteiger“ dürfe nicht ausfallen, wie es Pandemie-bedingt im Vorjahr passierte.

Mona Mitterwallner und Johannes Lamparter träumen von Olympia.
© TT, Rita Falk

Für einen wie Johannes Lamparter, der aus einer Gewichtheber-Familie stammt und sich auch dort sportliche Sporen verdiente, könnte auch die Wahl der beiden kommenden Jahre allerhand Brisanz bergen. „Olympia wäre etwas Tolles“, meinte der 19-Jährige auf die Magie der fünf Ringe am Bergisel angesprochen. Bei den Winterspielen 2021 in Peking (CHN) könnte der so nervenstarke Tiroler seine Stärke auf Sprung- und Langlauf-Ski neuerlich ausspielen, im darauf folgenden Jahr geht es in Planica (SLO) um die WM-Titelverteidigung ...

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