Landesregierung gab im Jahr 2020 3,3 Millionen Euro fürs Repräsentieren aus

Selbst im Corona-Jahr hat es die Landesregierung auf 285 Veranstaltungen gebracht. Zum Ärger der Liste Fritz.

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Tag der offenen Tür im Landhaus gab es 2020 keinen.
© Böhm

Innsbruck – 3,3 Millionen Euro hat die Landesregierung letztes Jahr in 285 Veranstaltungen investiert. Das sind um 770.000 Euro weniger als im Jahr zuvor. Das geht aus einer Anfragebeantwortung von Landeshauptmann Günther Platter an die Liste Fritz hervor.

Markus Sint, Landtagsabgeordneter der Liste Fritz, haben die hohen „Repräsentationsausgaben“ des Landes schon immer gestört. Warum 2020 die Landesregierung weniger Geld ausgegeben hat, liege nicht nur an Corona, sondern auch an der Kontrollfunktion der Liste Fritz, gibt sich Sint überzeugt.

Tatsächlich fragt die Liste Fritz alljährlich nach, wie viel Geld die Landesregierung ins Repräsentieren steckt. 2019 waren es 4,1 Millionen für 322 Veranstaltungen, 2018 4,2 Millionen Euro für 343 Events. „So erfreulich es ist, dass Landeshauptmann Platter im vergangenen Jahr weniger Steuergeld für Selbstdarstellung ausgegeben hat, so bedenklich ist es, dass es immer noch 3,3 Millionen Euro sind“, kritisiert Sint. Während viele Menschen im Lockdown, in Kurzarbeit oder arbeitslos seien, halte Schwarz-Grün Veranstaltungen ab.

LH Platter argumentiert in seiner Anfragebeantwortung, dass die Landesregierung den Auftrag zur Repräsentation als öffentliche Einrichtung wahrnehme. Neben jährlich wiederkehrenden Veranstaltungen seien auch Repräsentationsausgaben für Auszeichnungsverleihungen oder die Euregio finanziert worden. Das Land werde mit dem Geld auf gesellschaftlicher und kultureller Ebene entsprechend qualitativ, zeitgemäß und offen präsentiert. Immer gut besucht war jeweils am 26. Oktober der „Tag der offenen Tür“ im Landhaus. Der Liste Fritz war auch der zu teuer. Letztes Jahr fand er Corona-bedingt nicht statt. (aheu)

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