Gucci und Facebook starten Kampagne gegen Produktpiraterie

Die Klage wurde bei einem Gericht in Kalifornien eingereicht. Der Einsatz des Gucci-Teams zum Schutz geistiger Eigentumsrechte führte allein im Jahr 2020 zur Entfernung von mehr als vier Millionen gefälschter Produktanzeigen online auf verschiedenen Plattformen.

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Der Modekonzern Gucci ist bemüht, die Verletzung seiner Rechte auf allen Ebenen zu bekämpfen.
© NICOLAS ASFOURI

Rom – Facebook und Gucci haben eine gemeinsame Anzeige erstattet, mit der sie die Verletzung der Nutzungsbedingungen von Facebook und Instagram sowie der Eigentumsrechte Guccis, die Fälschung von Gucci-Marken und unlauterem Wettbewerb beklagen. Die Klage wurde bei einem Gericht in Kalifornien eingereicht, wie italienische Medien am Dienstag berichteten. Angezeigt wurde eine Person, die laut dem Vorwurf Facebook- und Instagram-Konten nutze, um gefälschte Gucci-Produkte zu verkaufen.

Der Einsatz des Gucci-Teams zum Schutz geistiger Eigentumsrechte führte allein im Jahr 2020 zur Entfernung von mehr als vier Millionen gefälschter Produktanzeigen online auf verschiedenen Plattformen, zur Beschlagnahmung von 4,1 Millionen gefälschter Produkte und zur Deaktivierung von 45.000 Websites, Accounts und Seiten auf Sozialnetzwerken, heißt es in einer Mitteilung. "Diese Bemühungen zielen darauf ab, das kreative Erbe von Gucci zu bewahren und gleichzeitig die Kunden zu schützen, die in die Lage versetzt werden müssen, sich der Echtheit der Gucci-Produkte sicher zu sein und nicht zu riskieren, gefälschte Produkte zu kaufen", hieß es.

"Respekt des geistigen Eigentums"

Die Klage sei Teil eines "soliden strategischen Plans", der auf Respekt des geistigen Eigentums abziele, heißt es weiter. Der Modekonzern Gucci sei bemüht, die Verletzung seiner Rechte auf allen Ebenen zu bekämpfen, angefangen bei der Produktion und dem Vertrieb bis hin zur Werbung und dem Verkauf. Als Teil dieser Strategie arbeite Gucci aktiv mit dem Zoll und anderen Strafverfolgungsbehörden auf der ganzen Welt zusammen, um Fälle von Fälschungen zu identifizieren und zu bekämpfen.

Facebook und Instagram betonten ihrerseits, dass ihre Nutzungsbedingungen die Verletzung von Rechten des geistigen Eigentums, einschließlich des Verkaufs oder der Werbung gefälschter Produkte, strikt untersagen. Die Zusammenarbeit mit Marken wie Gucci habe Facebook und Instagram dabei geholfen, ein robustes Programm zum Schutz des geistigen Eigentums zu entwickeln, das unter anderem ein globales Benachrichtigungs- und Entfernungsverfahren beinhaltet, hieß es weiter. Facebook hat im Jahr 2020 mehr als eine Million Inhalte aufgrund Beschwerden verschiedener Marken, darunter auch Gucci, entfernt. (APA)


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