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Wenn der Bürgermeister abends klingelt, um illegale Freizeitwohnsitze aufzuspüren

In Scheffau geht auch Bürgermeister Christian Tschugg kontrollieren, um illegale Freizeitwohnsitze aufzuspüren.

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BM Christian Tschugg will bei illegalen Freizeitwohnsitzen durchgreifen und erinnert die Besitzer an die gesetzlichen Vorgaben.
© Otter

Von Wolfgang Otter

Scheffau a. W. K. – Ein Bürgermeister einer Gemeinde hat viele Aufgaben. Der Scheffauer Ortschef betätigt sich auch als Detektiv, um illegale Freizeitwohnsitze aufzuspüren. Die, so der Ortschef, sind mitverantwortlich, dass es einen Druck auf die Grundstückspreise gibt „und sie sind verboten, also gibt es da bei uns keine Ausnahme“. Immerhin werden in der idyllischen Kaisergemeinde bis zu 1000 Euro für den Quadratmeter Grund hingeblättert. Jungfamilien kommen da ins Schwitzen. Daher führt die Gemeinde ein strenges Raumordnungsregime. „Gewidmet wird nur nach Bedarf und genauen Richtlinien“, sagt Christian Tschugg. Was nun das Aufdecken von illegaler Nutzung von Wohnsitzen anbelangt, ist von den Gemeinden Ausdauer und Akribie gefordert. „Wir müssen nachweisen, dass hier wirklich kein Hauptwohnsitz oder Leerstand besteht“, sagt Tschugg. Daher habe man ein Dienstrad der Verwaltungsbeamten im Gemeindeamt erstellt, um die Anwesenheit von Bewohnern zu kontrollieren. Und der Bürgermeister hat sich da nicht ausgenommen.


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