Zweimal kam die WSG Tirol zurück, am Ende jubelte aber erneut Rapid

Die WSG Tirol holte am Mittwoch im Heimspiel gegen Rapid zweimal einen Rückstand auf, musste sich dem Rekordmeister aus Wien letztendlich aber doch mit 2:3 geschlagen geben.

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Am Ende hatte im Tivoli nur Rapid Grund zum Jubeln.
© GEPA pictures/ Patrick Steiner

Innsbruck – Drei Tage nach der 0:4-Niederlage in Hütteldorf musste sich die WSG Tirol am Mittwoch erneut Rekordmeister Rapid geschlagen geben. Beim 2:3 am Tivoli wusste sich die Elf von Trainer Thomas Silberberger allerdings teurer zu verkaufen.

Treffer von Christoph Knasmüllner (5.) und Kelvin Arase (55.) konnten die Wattener jeweils noch ausgleichen (Mateo Barac/ET 51., Tobias Anselm 72.), auf das 2:3 durch Taxiarchis Fountas (76.) hatte die Heimmannschaft aber keine Antwort mehr parat.

⚽ Bundesliga, 28. Spieltag

Meistergruppe, Mittwoch:

WSG Tirol - SK Rapid Wien 2:3 (0:1)

  • Tore: 0:1 (5.) Knasmüllner, 1:1 (51.) Barac (Eigentor), 1:2 (55.) Arase, 2:2 (72.) Anselm, 2:3 (76.) Fountas

LASK - Sturm Graz 0:0

Red Bull Salzburg - WAC 1:1 (0:0)

  • Tore: 0:1 (68.) Affengruber (Eigentor), 1:1 (86.) Adeyemi

Qualifikationsrunde, Dienstag:

  • FK Austria Wien - FC Admira 0:0
  • SKN St. Pölten - SV Ried 0:0
  • TSV Hartberg - SCR Altach 2:1 (1:1)

In der Tabelle hat die WSG als Sechster nun zwei Punkte Rückstand auf den EC-Play-off-Platz fünf und den WAC, der beim 1:1 gegen Leader Salzburg einen Punkt holte. Das dritte Spiel der Meistergruppe, LASK gegen Stum Graz, endete torlos.

Zum Spielverlauf: Rapid-Trainer Kühbauer verzichtete darauf, den als "Joker" am Sonntag doppelt erfolgreich gebliebenen Yusuf Demir in der Startformation zu bringen. Bei den Tirolern war fast die gesamte Abwehr neu, nur David Gugganig blieb drinnen. Das sorgte nicht für Stabilität, der als Rechtsverteidiger aufgebotene Renny Smith patzte gleich zu Beginn. Eine Ljubicic-Flanke beförderte er per Kopf statt seitlich aus der Gefahrenzone genau in die Mitte zu Knasmüllner, der vom Sechzehner überlegt ins Eck einschoss. Damit machte er sich zwei Tage vor seinem 29. Geburtstag selbst ein Geschenk.

Barac (33.) und Arase, der nach einem Petsos-Fehlpass drüberschoss (34.) sowie an Benjamin Ozegovic scheiterte (43.), verabsäumten es, in einer insgesamt wenig ereignisreichen ersten Hälfte nachzulegen.

WSG wachte erst nach dem Seitenwechsel auf

Nach Wiederbeginn war im Tivoli deutlich mehr los, ging es munter hin und her. Zuerst kamen die Tiroler dank Rapid-Mithilfe zurück in die Partie. Nachdem der Ball zuvor an der Querlatte gelandet war, flankte Anselm zur Mitte, wo Barac das Leder unglücklich per Kopf in das eigene Tor bugsierte.

Die Gäste ließen sich aber nicht verunsichern, Thorsten Schick konnte überlegt zur Mitte geben, wo Arase aus kürzester Distanz vollendete und die zuvor vergebenen Chancen vergessen machte. Das 2:2 verhinderte in der Folge Rapid-Tormann Richard Strebinger mit einer super Abwehr bei einem Abschluss von Anselm (68.). Vier Minuten später leistete sich der 28-jährige Schlussmann dafür einen groben Schnitzer, kam bei einer Naschberger-Flanke weit aus dem Tor und nicht richtig an den Ball, wovon Anselm profitierte. Der "Joker" verschaffte sich Platz und bezwang Strebinger, der nicht mehr entscheidend abwehren konnte.

Beim 2:2 stand das Spiel kurzzeitig auf der Kippe, leider haben wir es dann wieder aus der Hand gegeben. Die erste Halbzeit haben wir komplett verschlafen, im zweiten Durchgang haben wir dann eine Reaktion gezeigt.
Tobias Anselm, WSG-Torschütze

Da sich die Tiroler aber einfach zu viele Nachlässigkeiten in der Abwehr leisteten, wurde es nichts mit einem Punktgewinn. Fountas wurde am Sechzehner völlig vergessen, konnte unbedrängt abziehen und traf wuchtig genau in den Winkel. Topchance auf den neuerlichen Ausgleich gab es keine mehr. Rapid hielt somit auch die Minimalchance auf den Titelgewinn am Leben.

Nach der zehntägigen Liga-Pause – am Wochenende steht das Cup-Finale zwischen Salzburg und dem LASK auf dem Programm (Samstag, 20.30 Uhr) – geht es für die WSG mit dem Auswärtsspiel bei den Linzern weiter (Sonntag, 9. Mai - 14.30 Uhr/live TT.com-Ticker). (TT.com, APA)

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