Lotus bereitet sich auf Sportwagen Emira vor

Der britische Nischenfabrikant, dem Geely-Konzern zugehörig, verändert seine Produktstrategie.

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Lotus kümmert sich um ein neues Produktportfolio.
© Lotus

Hethel – Unter dem Motto „Driving Tomorrow“ verkündete Lotus in dieser Woche zahlreiche Neuheiten, war dennoch bedacht, nicht zu viel zu verraten. Die meisten Beobachter hätten nur allzu gern ein neues Serienfahrzeug des britischen Traditionsherstellers gesehen – immerhin enthüllte die Marke den Namen des neuen Sportwagens, der im Juli präsentiert wird: Emira. Entgegen dem vorherrschenden Trend wird der Neuling kein Hybrid oder gar ein Elektrofahrzeug sein, sondern mit „gewöhnlichen“ Verbrennungsmotoren bestückt werden. Wobei Lotus aber immerhin zugibt, dass das Unternehmen zum letzten Mal ein Fahrzeug mit einem Verbrenner auf den Markt bringen wird.

Lotus macht aber nicht nur heiß auf den Emira, sondern auf weitere Produkte – Vertreter der Marke stellen sogleich vier neue Plattformen für Lotus in Aussicht: Sportwagen, Hypercars, Premium und Elektroautos. Natürlich profitiert die Marke vom Eigentümer Geely, der bekanntermaßen nicht nur Volvo sein Eigen nennt, sondern auch größter Aktionär von Daimler ist. Wenn Lotus allerdings von künftigen Neuheiten spricht, wird der Branchenkenner unweigerlich ans Jahr 2010 erinnert, als das Label auf dem Pariser Autosalon fünf neue Modelle anpries. Von der damals angekündigten Produktoffensive war kaum etwas umgesetzt worden, insofern dürfte fürs Erste Skepsis die neueste Lotus-Strategie begleiten.

An Ehrgeiz mangelt es dem Hersteller jedenfalls nicht, denn immer wieder betonen der CEO der Lotus-Gruppe, Feng Qingfeng, und der Managing Director von Lotus, Matt Windle, den Plan „Vision80“, der die Edelmanufaktur bis zum Jahr 2028 in vielen Belangen auf Vordermann bringen soll. In sieben Jahren wird Lotus nämlich 80 Jahre alt sein – und dann soll die Marke ausgezeichnet dastehen, wenn es um Dynamik, Elektrifizierung und Digitalisierung geht. (hösch)

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