Alarm-Ruf um Schwarzarbeit bei Friseuren

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Seit Februar haben die Friseursalons wieder geöffnet. Es gibt aber Einbußen, weil etliche wegen der Testpflicht in den Pfusch ausweichen.
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Innsbruck – Seit Anfang Februar können die Tiroler Friseurinnen und Friseure unter strengen Hygiene- und Sicherheitsauflagen wieder ihrer Arbeit nachgehen. Dazu gehört auch, dass Kundinnen und Kunden im Salon nur bedient werden dürfen, wenn sie einen negativen Covid-Test vorweisen. „Bei den Leuten, die sich testen lassen, läuft es einwandfrei. Sie zeigen meist unaufgefordert ihre Tests her und wir haben eigentlich nie das Gefühl, Polizei spielen zu müssen“, sagt der Innungsmeister der Tiroler Friseure, Clemens Happ.

Was allerdings ein echtes Problem für die Betriebe darstelle, sei die Tatsache, dass sich jeder dritte Österreicher ganz grundsätzlich nicht testen lassen wolle. Dies führe dazu, dass viele Kundinnen und Kunden den Friseurbesuch weiter aufschieben – und zum anderen würden viele Friseur-Dienstleistungen im Pfusch und meistens ohne Test angeboten und in Anspruch genommen. Dies sei kein Kavaliersdelikt, warnt der Innungsmeister. Wer dabei erwischt wird, werde von den Behörden streng bestraft. Bei Anzeigen, die sich in letzter Zeit deutlich gehäuft hätten, drohen empfindliche Strafen bis zu 3600 Euro.

Happ mahnt im Hinblick auf die Arbeitsplätze seine Kolleginnen und Kollegen, aber auch die Kundinnen und Kunden zur Solidarität: Der Umsatzrückgang der Friseure liege derzeit bei 10 bis 50 Prozent. Den tatsächlich durch die Schwarzarbeit entstandenen Schaden zu beziffern, sei aber nur schwer möglich, meint Happ. Viele Menschen hätten derzeit auch weniger Geld und vor allem auch weniger Anlässe für einen Friseurbesuch wie Hochzeiten, größere Geburtstagstreffen und andere Feierlichkeiten. (TT)

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