Rad im Sommer meistgenutztes Verkehrsmittel in Innsbruck

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Fahrradstadt Innsbruck: Laut einer neuen Umfrage nützen vier von zehn Innsbruckern im Sommer täglich oder fast täglich das Rad.
© De Moor

Innsbruck – Rund 40 % der Innsbrucker Bevölkerung nützen im Sommer täglich oder fast täglich das Fahrrad – somit ist das Rad in dieser Jahreszeit noch vor dem öffentlichen Verkehr das am häufigsten genutzte Verkehrsmittel. So lautet zumindest ein zentrales Ergebnis einer Untersuchung des Meinungsforschungsinstituts IMAD im Auftrag der Stadt Innsbruck.

Bei der Erhebung, als Evaluierungsmaßnahme Teil des städtischen „Masterplans Radverkehr 2030“, wurden vergangenen Herbst und Winter 2000 repräsentativ ausgewählte Innsbruckerinnen und Innsbrucker zu ihrem Mobilitätsverhalten befragt. Untersucht wurden dabei auch Anregungen für das Radwegenetz und Fragen zur Verteilung der Verkehrsflächen. Diese Daten sollen in die Arbeiten zum Radmasterplan einfließen.

Während der Sommermonate steigen laut Umfrage mehr als doppelt so viele Menschen täglich oder fast täglich aufs Rad wie in ein öffentliches Verkehrsmittel oder ins Auto. Im Winter liegen dagegen Bus und Straßenbahn vorne: In der kalten Jahreszeit nutzen 30 % der Innsbrucker täglich oder fast täglich Öffis. 23 % fahren am häufigsten mit dem Pkw, nur 15 % steigen zu dieser Zeit häufig aufs Rad.

Besonders stark wird das Fahrrad von Personen in Ausbildung (Schüler, Studierende) genutzt: Bei ihnen liegt es als Verkehrsmittel der Wahl mit 63 % im Sommer deutlich vorn, immerhin 42 % fahren auch in der kalten Jahreszeit.

Nur jeder fünfte Haushalt in Innsbruck hat überhaupt kein Fahrrad, Haushalte ohne Auto gibt es mit 27 % deutlich mehr (56 % verfügen über ein, 17 % über zwei oder mehr Autos).

Die für Mobilität zuständige Stadträtin Uschi Schwarzl (Grüne) sieht die hohen Fahrrad-Zahlen in der Umfrage (die wiederholt werden soll) als „klaren Auftrag an die Politik, die Platzverteilung im öffentlichen Raum an diese Realität anzupassen“. (TT)


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