10. achensee.literatour: Buchpräsentation und Programmvorschau im Videostream

Anlässlich des zehnjährigen Jubiläums der achensee.literatour präsentierten die Verantwortlichen am Freitag die Anthologie "Nur der See sah zu" inklusive kurzer Leseprobe von Herbert Dutzler und gaben einen Ausblick auf das Programm des diesjährigen Literaturfestivals, das vom 16. bis 19. September 2021 über die Bühne gehen wird.

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Das Tiroler Literaturfestival "achensee.literatour" begeht sein Zehn-Jahres-Jubiläum mit einem eigenen Kurzkrimi-Band. "Nur der See sah zu" versammelt Autoren, die in den vergangenen Jahren exklusiv Krimi-Erzählungen für die Festival-Krimiwanderung verfassten. Vom 16. bis 19. September lassen sich somit am Achensee Lesungen aus der Jubiläumspublikation und auch krimiferne Hochliteratur erleben.

Denn wer ein reines Krimi-Festival erwartet, wird trotz der schönen Bergkulisse am größten See Tirols nicht wirklich glücklich werden. "Beim Festival gibt es nicht nur um Krimi-Lesungen, sondern auch um literarische Stimmen", betonte etwa Krimi-Bestseller-Autor Bernhard Aichner am Freitag bei einer Online-Pressekonferenz vom Achensee. "E und U" werde im Festival-Konzept jedenfalls sehr gut vermischt, so Aichner weiter, der auch als Schirmherr agiert.

📽️ Videostream | Präsentation achensee.literatour

Bisher waren es jedenfalls bereits 60 Autoren, die dieses theoretische Konzept mit handfesten Literatur-Inhalten gefüllt haben. "Das Who is Who der Literaturszene war bereits bei uns", zeigte sich Martin Tschoner, Geschäftsführer Achensee Tourismus, von den bisherigen Festival-Ausgaben und deren Autoren-Mischung begeistert. "Und viele kommen wieder", fügte er noch erfreut hinzu.

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Die Begeisterung für die Achensee-Region zu wecken oder zu intensivieren ist schließlich auch eine der durchaus intendierten Nebenwirkungen des Festivals, das von Achensee Tourismus finanziert wird. "Mit diesem und dem heurigen Krimi-Band wollen wir Gäste und Einheimische gleichermaßen ansprechen", sagte der Achensee-Tourismus-Geschäftsführer. Das werde unter anderem deshalb möglich, weil bei jeder Erzählung "ein Stück Achensee mit dabei ist", so Tschoner.

Aber nicht nur Heimatvermittlung der anderen Art will "achensee.literatour" leisten. "Mit dem Festival-Literaturstipendium sollen junge Talente entdeckt und gefördert werden", strich Markus Hatzer, Geschäftsführer des Haymon-Verlags, heraus, der auch den Jubiläumsband auf den Buchmarkt gebracht hat.

Trotz der vielfältigen Absichten des Festivals erwarten Literaturinteressierte neben Jubeljahr-Krimiband vorrangig Lesungen an unterschiedlichsten Orten. So liest etwa der Autor Raoul Schrott am ersten Tag im alten Widum in Achenkirch, während man Bernhard Aichner am zweiten Tag bei einer Dinner-Lesung im Hotel "Entners am See" erleben kann. Aus "Nur der See sah zu" wird wiederum bei einer Schifffahrt vorgelesen - und am letzten Festivaltag wird die Krimiwanderung mit dem Autor Herbert Dutzler begangen.

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