Frisch, bewölkt, nass: Wonnemonat Mai startet in Tirol mit Aprilwetter

Das Wochenende beginnt noch föhnig, dann funkt aber Tief Daniel dazwischen – und bringt alles andere als das erhoffte Maiwetter: Temperaturen und Schneefallgrenze sinken, teils kräftige Regengüsse kündigen sich an.

  • Artikel
  • Fotogalerie
  • Diskussion
Die gute Nachricht: Mairegen macht bekanntlich schön.
© pixabay

Innsbruck – Nicht nur das Wochenende, sondern auch ein neuer Monat steht vor der Tür. Wettertechnisch feiert der in Tirol aber keinen schönen Einstand, meint Reinhard Prugger von den Meteo Experts: „Maiwetter, wie wir uns das vorstellen, ist vorerst nicht in Sicht." Schuld ist Tief Daniel, das in den kommenden Tagen für Schauer, kühle Temperaturen und dichte Wolken sorgt. „Man könnte also sagen, das Aprilwetter setzt sich fort." Dazu passend präsentiert sich die Bilanz des zu Ende gehenden Monats: Der April fiel heuer so kalt aus wie schon lange nicht mehr.

📸 So schön ist die Frühlingszeit in Tirol: Wir suchen die besten Leserfotos

Regen zieht im Laufe des Samstags ein, „ungemütlicher" Sonntag

Zunächst noch föhnig und aufgelockert startet der Staatsfeiertag in Tirol – vor allem in Innsbruck und dem Unterland. Hier sind milde 18 Grad möglich. „Von Telfs ostwärts und im Außerfern schaut es schon trüber aus, dichtere Wolken hängen am Himmel", so Prugger. Ähnlich lauten die Aussichten für Osttirol. Im Laufe des Tages zieht es dann im ganzen Land zu, von Südtirol und Vorarlberg kommend schleichen sich Schauer ein. Am längsten trocken bleibt es dementsprechend auch im Unterland. Am Abend oder spätestens ins der Nacht auf Sonntag gehen teils kräftige Regengüsse nieder.

Auf die nasse Nacht folgt ein entsprechend „ungemütlicher" Sonntag, prognostiziert der Meteorologe: Dichte Wolken halten sich hartnäckig, immer wieder sind Regentropfen dabei. Die Schneefallgrenze fällt in Richtung 1000 Meter, auch in den Niederungen sind 10 Grad das höchste der Gefühle. Etwas beruhigter, aber nicht viel besser ist die Lage in Süd- und Osttirol.

Wochenstart etwas freundlicher, nächste Abkühlung steht an

Ist zum Wochenstart Besserung in Sicht? „Eine längere, stabile Phase sehe ich nicht", erklärt Prugger. Am Montag wird es zwar wieder etwas milder, nach wie vor sind jedoch Regenspritzer im Spiel. Immerhin steigt die Schneefallgrenze wieder auf etwa 1500 Meter an, die Sonne blinzelt durch und das Thermometer steigt auf bis zu 15 Grad. Nochmal zwei, drei Grad wärmer dürfte der Dienstag werden – „bei einem passablen Mix aus Sonne und Wolken".

Am Mittwoch hat der vorsichtige Aufwärtstrend dann auch schon wieder ein Ende, denn aus aktueller Sicht steht wohl die nächste Schlechtwetterfront ins Haus.

Kältester April seit 1997, aber sehr trocken und sonnig in Tirol

Nicht nur gefühlt war der April 2021 eher geizig, wenn es um frühlingshafte Temperaturen geht. Er schließt über ganz Österreich betrachtet etwa zwei Grad kälter ab als das klimatologische Mittel von 1981 bis 2010, berichtet der Wetterdienst Ubimet. Damit war der zu Ende gehende Monat sogar der kälteste April seit dem Jahr 1997. Verantwortlich dafür waren zahlreiche Nordlagen, erklären die Experten. So führte etwa das Skandinavientief Ulli am Ostermontag arktische Luft nach Österreich.

Gleichzeitig waren die letzten Wochen vielerorts sehr trocken und auch die Sonne machte sich nicht rar. „Im Oberinntal gab es meist nur 10 bis 20 Prozent der üblichen Niederschlagsmenge“, analysiert Manfred Spatzierer, Chefmeteorologe der Österreichischen Unwetterzentrale. Das Soll an Sonnenstunden wurde durchgehend erreicht oder sogar übertroffen, in Lienz und Innsbruck gab es etwa ein Plus von rund 25 Prozent. (klh)

💧 Trockenste Orte im April in ganz Österreich

  • 2 Liter pro Quadratmeter Prutz
  • 4 Liter pro Quadratmeter Imst
  • 5 Liter pro Quadratmeter Landeck

🌼 Blumen, Bräuche, Glücksgefühle: Das große Quiz zum Frühling

Das große Quiz zum Frühling
Die ersten wärmenden Sonnenstrahlen, bunte Blumen und Glücksgefühle – all das verbinden wir mit dem Frühling. Doch wie viel wissen Sie über die angebrochene Jahreszeit?
Frage 1 von 11:
Zu den sogenannten Eisheiligen sind Bauernregeln zufolge die letzten Frostnächte des Frühjahrs möglich. Mit welchem Heiligen enden die Tage im Mai?

Kommentieren


Schlagworte