Defereggentalstraße: Land Tirol investiert Millionen gegen die Gefahr vom Berg

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Spatenstich im Defereggental mit LH Günther Platter (Mitte), BM Vitus Monitzer (r.) und Günter Guglberger, dem Leiter des Brücken- und Tunnelbaus in Tirol (l.).
© Land Tirol/Pichler

St. Veit i. D. – An der L25 Defereggentalstraße im Gemeindegebiet von St. Veit in Defereggen werden vom Land Tirol zwei neue Galerien gebaut. Das Bauvorhaben ist Teil des Konjunkturpaketes, das im Rahmen der Corona-Krise geschnürt wurde, und zählt zu den Großbauvorhaben der Landesstraßenverwaltung im Jahr 2021. Damit soll an der L25 eine maßgebliche Verbesserung des Schutzes vor Naturgefahren erzielt werden.

Die Bauzeit beläuft sich auf rund zwei Jahre. „Unser vorrangiges Ziel ist es, vor allem in die Tiroler Seitentäler zu investieren, um die sichere Erreichbarkeit des ländlichen Raumes zu gewährleisten“, sagte LH Günther Platter beim Spatenstich gestern. Die L25 Defereggentalstraße musste in der Vergangenheit immer wieder infolge von Lawinenabgängen, Starkschneeereignissen im Winter oder Felsstürzen für den Verkehr gesperrt werden. Dadurch waren die Gemeinden St. Jakob und St. Veit teilweise über Tage von der Außenwelt abgeschnitten. Daher werden 11,6 Millionen Euro in die Neuerrichtung der Mellitzgraben- und Moosergrabengalerie investiert.

Der Bürgermeister der Gemeinde St. Veit i. D., Vitus Monitzer, zeigt sich über die geplanten Baumaßnahmen erfreut: „Für die Menschen in unseren Gemeinden im Defereggental ist das eine große Erleichterung.“

Für den Neu- und Ausbau von Landesstraßen stehen im heurigen Jahr 31,3 Millionen Euro aus dem regulären Straßenbaubudget sowie etwa 15 Millionen Euro aus dem Covid-19-Konjunkturpaket zur Verfügung. Zudem sind 21 Millionen Euro für Instandsetzungsarbeiten des in Summe 2236 Kilometer langen Landesstraßennetzes und weitere sechs Millionen Euro für die Beseitigung von Katastrophenschäden vorgesehen. (TT)


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