Thiem schlägt in Madrid auf: „Die PS passen bei Dominic wieder“

Tennis-Star Dominic Thiem kehrt in Madrid (ab Sonntag, live Sky) aus der Pause zurück. Der Hunger ist groß, die Erwartungen sind gedämpft.

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Österreichs Tennis-Star Dominic Thiem will beim Masters in Madrid wieder die Siegerfaust ballen: Nach intensiver Vorbereitung ist die Zuversicht groß.
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Von Roman Stelzl

Madrid – Österreichs Tennis-Star Dominic Thiem strebt nach einem bisher schwachen Jahr beim Masters in Madrid (ab Sonntag) wieder nach Erfolg. Dabei spricht viel für den Weltranglisten-Vierten.

🏆 Erfolgshunger: Eine Siegesbilanz von 5:4 heuer und ein Achtelfinale bei den Australian Open als Höhepunkt, das ist so gut wie gar nichts für die Ansprüche des 27-jährigen Niederösterreichers. Nun liegen bereits 45 Tage ohne Matchpraxis hinter Thiem – Motivation und Heißhunger sind nach den mentalen und körperlichen (Knie-) Problemen am Höhepunkt. „Ich spiele wieder richtig gut, bewege mich gut. Körperlich habe ich ein bisserl abgebaut. Aber sobald ich richtig motiviert war, ist es schnell gegangen“, meinte Thiem.

🤕 Körper: Die Motivation stimmt, doch die große Frage ist: Wie geht es dem 17-fachen ATP-Sieger körperlich? Eine Frage, die Sportwissenschafter Mike Reinprecht am besten beantwortet, begab sich Thiem doch in der schwierigen Phase in die Hände des Leistungs-Diagostikers. „Wir haben jetzt zweieinhalb Wochen sehr intensiv zusammen gearbeitet, haben punktgenau trainiert“, sagt Reinprecht und ergänzt: „Die PS für die Rennstrecke passen bei Dominic wieder. Er braucht nur kurze Zeit, um so was wieder aufzuholen. Die Ewartungshaltung ist aber noch nicht extrem groß.“ Die Knieschmerzen hat sein Physio Alex Stober gut in den Griff bekommen.

👨 Trainer: Wieder mit von der Partie ist seit Kurzem Erfolgs-Coach Nicolás Massú. Mit dem chilenischen Kämpfertyp soll weniger das Spielerische als vielmehr das Mentale in den Griff bekommen werden. So weit sollte alles passen. „Wir haben 50 Prozent Tennis, 50 Prozent körperlich trainiert. Die Vorbereitung war in Summe sehr gut“, resümiert Trainer und Vater Wolfgang Thiem.

🎾 Madrid: Nach der Absage von Branchen-Primus Novak Djokovic ist Thiem in Spanien an Nummer drei gesetzt. Seine Bilanz ist mit 13:4-Siegen stark: 2017 und 2018 stand er im Finale, 2020 scheiterte er erst im Halbfinale. Der richtige Boden also für eine erfolgreiche Rückkehr.


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