Mahnwachen im Tiroler Oberland für Menschen auf der Flucht

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Die Teilnehmenden der Mahnwache und der Fotoausstellung zu Menschen auf der Flucht am Bahnhofsplatz von Ötztal Bahnhof.
© Gabl

Imst, Haiming – Wieder waren mehr als 50 Menschen am Bahnhofsplatz in Ötztal Bahnhof, um gemeinsam „für Menschlichkeit und Menschenwürde ein Zeichen“ zu setzen. Eine Fotoausstellung zu Menschen auf der Flucht zeigte allen Interessierten die traurigen Ausmaße der Flucht in Europa. Im Bezirk Imst entstünden immer mehr Mahnwachen, freut sich das Team um den Veranstalter in Haiming, den „Verein daHaim“.

Jeden letzten Freitag im Monat gibt es die Mahnwache in der Gemeinde Haiming. Jeden 2. Samstag soll künftig, ab 8. Mai, nun auch in Imst eine Mahnwache stattfinden. Seit rund zwei Monaten gehen jeden Samstag in Mieming Menschen auf die Straße, um „ein starkes Zeichen der Solidarität mit Menschen auf der Flucht“ zu setzen.

Bei der jüngsten derartigen Protestveranstaltung vergangenen Freitag in Ötztal Bahnhof wurde laut nach dem bekannten Widerstandslied „Bella Ciao“ gesungen: „Wir wollen was tun, wir haben Platz!“ Doris Habicher, Obfrau des Vereins daHaim, richtete mahnende Worte an die Politik: „Österreich ist eines der reichsten Länder der Welt und wir dürfen nicht wegschauen, wenn Menschenrechte vor unserer Haustüre verletzt werden.“ Dorothea Schumacher, Mitglied im Organisationsteam, betont: „Wir fühlen uns zuständig für über 700 verschwundene Minderjährige in Österreich.“ (top)

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