24 Befunde zu britischer Fluchtmutante in Tirol stellten sich nachträglich als falsch heraus

Die Spezial-PCR-Analysen werden von der zuletzt in Diskussion geratenen Firma HG Pharma GmbH durchgeführt.

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© Oliver Berg

Innsbruck ‒ Im Zusammenhang mit der Sequenzierung von positiven Corona-Proben auf Mutationen stellte sich jetzt heraus, dass von der als deutlich ansteckenderen britischen Fluchtmutante B1.1.7/E484K in Tirol 24 falsch eingestuft wurden. Die Spezial-PCR-Analysen werden von der zuletzt in Diskussion geratenen Firma HG Pharma GmbH durchgeführt.

Sie erhielt den Auftrag vom Land ohne Ausschreibung, das bisherige Testvolumen betrug rund acht Millionen Euro, wie aus einer Anfragebeantwortung der Liste Fritz an Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg (VP) hervorgeht.

Wie konnte es zu den Fehleinschätzungen kommen? Laut Land Tirol bedürfen die Spezial-PCR-Analysen, wie sie in Tirol durchgeführt werden, bei Auftreten einer neuen Mutationsvariante immer einer Kalibrierung aufgrund von Sequenzierungsdaten.

"Bei der Fluchtmutation B1.1.7/E484K wurde diese Sequenzierung zur Kalibrierung von einem hierzu akkreditierten Institut in Wien durchgeführt. Dabei kam es vermutlich zu einer Überschätzung. Dies wurde in einer weiteren Sequenzierung festgestellt. Folglich wurden nach den derzeit vorliegenden Sequenzierungsergebnissen für den Zeitraum zwischen 8. März und 24. April festgestellt, dass 24 Proben zu viel als B1.1.7/E484K eingestuft worden sind."

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Insgesamt wurden in diesem Zeitraum in Tirol 2004 Fälle der britischen Fluchtmutation gemeldet. (TT)


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