Meter für Meter: Arlbergfräse frisst sich auf das Hahntennjoch

Nach der letzten Befliegung des Geländes konnten die Imster Lawinenexperten für den gestrigen Montag grünes Licht für die Räumung eines ersten Abschnitts vom Hahntennjoch geben.

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Gestern wurden die ersten 400 Meter der Felsstrecke am Hahntennjoch in Angriff genommen.
© BBA Imst/Neurauter

Imst, Boden – Es passiert jedes Jahr in enger Abstimmung zwischen dem Baubezirksamt und der Imster Lawinenkommission: die Räumung des Hahntennjochs, der Verbindung zwischen Imst und dem Lechtal. Nach der letzten Befliegung des Geländes konnten die Imster Lawinenexperten für den gestrigen Montag grünes Licht für einen ersten Abschnitt geben: „Durch die Erwärmung sind schon einige Lawinen abgegangen“, berichtet der Leiter der Lawinenkommission, Andreas Schaber. Daher wurden die Arbeiten bis zum „Markrinner“ in Angriff genommen.

Schon in den vergangenen Wochen waren die Mannschaften des Zammer Straßenmeisters Hartmut Neurauter, der für das Hahntennjoch zuständig ist, auf der Strecke aktiv. Denn der Abschnitt von der Murenampel samt Schranken bis zum Beginn der Felsstrecke ist durch den Wald vor Lawinen geschützt. Ganz anders stellt sich die weitere Straße dar: Entlang der Felsen bis zur Passhöhe auf 1894 Metern existieren keine Schutzverbauungen.

Noch Anfang der Vorwoche hieß es seitens der Imster Lawinenkommission, dass die Rinnen voller Schnee seien – zu gefährlich, um mit den Räumarbeiten zu beginnen. Inzwischen hat sich die Lage verbessert und die ersten 400 Meter können geräumt werden. „Wir lassen uns von der Lawinenkommission jetzt Stück für Stück freigeben“, sagt Straßenmeister Neurauter. Gestern Vormittag wurde geeignetes Gerät aus dem Stanzertal angeliefert: die Arlbergfräse, die mit solchen extremen Schneemassen zurechtkommt. Im Normalfall ist die Imster Passstrecke so in sieben bis acht Tagen zu bewältigen. „Dann müssen aber noch Ausbesserungsarbeiten gemacht werden“, erklärt Neurauter. Das benötige noch einmal zwei Wochen. „Ende Mai, wenn alles gut geht“, rechnet er mit der Öffnung der Passstrecke.

Auf Außerferner Seite ist Straßenmeister Robert Barbist schon ganz oben angekommen. „Die Straßenbreite ist zu zwei Drittel offen und auch vom Eis befreit“, schildert er den Fortschritt auf Reuttener Seite. Allerdings bleibt die Straße ab Boden weiterhin gesperrt, bis die Imster oben sind. (pascal)


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