Aufforstungsprojekt: Kinder pflegten ihre Bäume im Winter zu Hause

Bei einem geförderten Aufforstungsprojekt halfen Schüler aus Tirol und Bayern tatkräftig mit. Ab nächster Woche werden die Bäume in der Natur eingepflanzt.

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Sebastian Hirschmüller, wissenschaftlicher Mitarbeiter der TH Rosenheim, hat auch bei sich zu Hause in Kirchdorf einen Baum betreut.
© Hirschmüller

Von Michael Mader

Kirchdorf i. T., Reit i. W. – Holz als natürlicher Baustoff kann einen wesentlichen Beitrag zum Erreichen der Klimaschutzziele leisten. Grundlage für die dazu erforderliche Bewusstseinsbildung ist die Vermittlung eines Verständnisses für das Material, seine Möglichkeiten und seine Herkunft bereits in der schulischen Bildung, heißt es auf der Homepage der Technischen Hochschule (TH) Rosenheim.

An bayerischen Schulen würden diese Ansätze im Rahmen der Waldpädagogik verfolgt, in Österreich nicht. Mit ein Grund, warum die Technische Hochschule Rosenheim und die Bayerischen Staatsforste an der Volksschule Kirchdorf und der Grundschule Reit im Winkl das Interreg-Kleinprojekt „Weihnachtswald“ ins Leben gerufen haben.

Kindern Funktion und Pflege des Waldes vermitteln

Es sei wichtig, Kindern realitätsnah die Funktion und Pflege des Waldes zu vermitteln. In diesem Zusammenhang soll die Arbeitsintensität der Jungwaldpflege, des Verbissschutzes etc. begreifbar gemacht werden. Bambi könne auch Schäden verursachen und ein Baum ploppe nicht aus dem Boden, wie in manchen Comics vermittelt werde, merkt die Hochschule an.

Projektstart war im November des Vorjahres. Die Kinder bekamen dazu für Weihnachten einen getopften Nadelbaum aus der Baumschule. Nach dem „Weihnachtsgebrauch“ wurden die Bäume vorerst zwischengelagert und werden in der nächsten und übernächsten Woche bereits in der Natur eingepflanzt.

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Dabei können die Schüler ihren Baum begleiten und auch bei weiteren Projekttagen, zusammen mit den örtlichen Waldaufsehern und Forstämtern, die Pflege und Aufzucht des Baumes kennen lernen.

Durch gemeinsame Unterrichtsveranstaltungen der Technischen Hochschule Rosenheim in Zusammenarbeit mit proHolz Tirol an den Volksschulen werden den Kindern die Möglichkeiten des Hochleistungsbaustoffes Holz durch praktische Experimente vermittelt. Insbesondere soll die Problematik des Klimawandels für den Waldbau und den Waldzustand herausgearbeitet werden.


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