Eine Landesmillion für das Bundesheer: Ministerin Tanner beim Spatenstich

Das Land Tirol finanziert die Modernisierung des Katastrophengeräts, Verteidigungsministerin Tanner sichert den Erhalt der Kasernen zu. Bis 2025 sollen in Innsbruck ein neues militärisches Krankenanstaltsgebäude und ein Verwaltungsgebäude entstehen.

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Verteidigungsministerin Klaudia Tanner kam zum Spatenstich nach Innsbruck.
© Bundesheer/Carina KARLOVITS

Innsbruck – Dass das Bundesheer einen enormen Finanzbedarf hat, ist seit Jahren bekannt. Die Baustellen in Tirol sind ebenfalls groß, vor allem was die (Kasernen-)Infrastruktur betrifft. Doch hier soll jetzt Schritt für Schritt investiert werden. 8,7 Millionen Euro werden heuer in die Hand genommen, um die Infrastruktur zu verbessern, 2022 weitere elf Millionen, und in das neue Sanitätszentrum West, für das gestern der Spatenstich erfolgte, wird das Verteidigungsministerium insgesamt 22 Millionen Euro investieren.

Doch Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) fuhr Dienstag auch mit Geld im Gepäck zurück nach Wien. Im übertragenen Sinne. Grundlage dafür ist eine Sicherheitsvereinbarung mit dem Land Tirol. Für die Modernisierung und Erweiterung des Katastrophengeräts stellt die Landesregierung eine Million Euro zur Verfügung. Die Geräte verbleiben im Eigentum des Landes, werden allerdings vom Heer genützt. Im Gegenzug wurde eine Standortgarantie für die derzeitigen Bundesheerkasernen in Tirol abgegeben. Warum übernimmt Tirol Bundesaufgaben? Landeshauptmann Günther Platter (VP) spricht von einer „beispielgebenden Kooperation“. Schließlich sei die Unterstützung des Militärs stets ein Anker, „auf den wir in Tirol bei der Bewältigung von Naturkatastrophen vertrauen konnten“.

Platter und Tanner vor einer Visualisierung des neuen Gebäues.
© Bundesheer/Carina KARLOVITS

Der Landeshauptmann, der selbst jahrelang Verteidigungsminister Mindererlöse der Spitäler wegen der Corona-Pandemie in der Landesfinanzreferentenkonferenz zur Sprache kommen wird. Insgesamt sieht Platter aber einen „wesentlichen Schritt für die Katastrophenvorsorge und zur Absicherung der Tiroler Garnisonsstandorte“.

Noch keine Entscheidung ist bisher über die von Tanners Vorgängern versprochene Pionierkompanie in Landeck gefallen, „weil die Risikobilder noch erarbeitet werden“, sagte Tanner. Platter drängt darauf. Recht vage blieb sie auch, was die Zukunft des Truppenübungsplatzes Lizum/Walchen betrifft. Hier steht ja eine Zusammenarbeit mit der deutschen Bundeswehr im Raum. Beschaffen wird das Verteidigungsministerium jedoch Löschroboter, die bei Tunnelbränden oder Bränden in Chemiefabriken zum Einsatz kommen werden. „Generelles Ziel ist es, mit dem (infrastrukturellen) Maßnahmenpaket den Ausbau der Autarkie der Tiroler Kasernen zu garantieren“, betonte Tanner bei einem gemeinsamen Medienauftritt mit LH Platter.

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