Neues Tool aus Tirol ermöglicht Lehrstellensuche mit VR-Brille

Ein in Tirol entwickeltes Virtual-Reality-Tool soll die Lehrstellensuche erleichtern. Was macht eine Hochbauerin, wie arbeitet ein Hafner oder was ist der Arbeitsplatz einer Kälteanlagentechnikerin? Diese Fragen sollen dabei geklärt werden.

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VR-Brillen sollen Jugendlichen bei der Jobsuche helfen.
© WKÖ/Patrik Kopf

Wien, Innsbruck – Nicht nur der Lehrstellenmarkt wurde durch die Corona-Krise in den vergangenen Monaten ausgedünnt, auch für Lehrlinge wurde es schwieriger, sich ein Bild über die infrage kommenden Lehrberufe zu machen. Schließlich sind wegen Hygiene- und Abstandsregeln Betriebsbesichtigungen und Schnuppertage ins Wasser gefallen. Schnuppern per Virtual-Reality-(VR)-Brille soll Jugendlichen jetzt einen besseren Einblick in unterschiedliche Lehrberufe geben.

Das neue Tool soll in den Berufsinformationszentren, in Schulen oder auf Messen getestet werden können. Junge Leute sollen so einen „Live-Eindruck“ von einem Job bekommen, „ganz spielerisch“, sagte Wirtschaftskammerpräsident Harald Mahrer bei der Vorstellung des Tools.

Alle Lehrberufe sollen virtuell erfasst werden

Was macht eine Hochbauerin, wie arbeitet ein Hafner oder was ist der Arbeitsplatz einer Kälteanlagentechnikerin? Diese Fragen sollen dabei geklärt werden. Derzeit stünden 21 360-Grad-Videos zur Verfügung, bis Jahresende sollen es 40 sein. In ein, zwei Jahren möchte die Kammer alle Lehrberufe virtuell erfasst haben.

„Es werden für den jeweiligen Beruf exemplarisch Dinge gezeigt. So sehe ich ganz intim, was los ist, und kann zusätzliche Informationen aufrufen“, erklärt Christoph Sitar, Chef der Innsbrucker Firma Mediasquad-Chef, die das Tool entwickelt hat. Die Betriebsbesichtigungen sind auch über Computer, Notebook, Smartphone oder Tablet mittels einer Web-App auf der Homepage der WKÖ zugänglich.

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Virtuelle Betriebsbesichtigungen sollen die klassischen Schnuppertage in den Betrieben nicht ersetzen, sondern ergänzen, so Mahrer. Das Projekt sei bereits vor der Corona-Krise angedacht gewesen. Die Kosten dafür belaufen sich bislang auf rund 100.000 Euro. (ecke, APA)


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