Werk von Tiroler Künstlerin Katharina Cibulka in Ljubljana zerstört

Eine große Leinwand mit einem feministischen Spruch am Palast Cukrarna wurde von unbekannten Tätern angezündet. Die Innsbrucker Künstlerin ist enttäuscht.

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„Solange die Hoffnung, die wir verbreiten, größer ist als die Angst, der wir uns gegenübersehen, werde ich ein Feminist/eine Feministin sein“, war auf der Leinwand zu lesen.
© Instagram/@solange_theproject

Ljubljana, Innsbruck – In der slowenischen Hauptstadt Ljubljana wurde ein Kunstwerk der Tiroler Künstlerin Katharina Cibulka zerstört. Eine große Leinwand mit einem feministischen Spruch, die am Palast Cukrarna hing, wurde vor zwei Tagen von unbekannten Tätern angezündet. „Obwohl ein Kunstwerk zerstört werden kann, lässt sich der Glauben an seine Kraft, Menschen zu vereinen und zu ermutigen, nicht zerstören“, betonte Cibulka nach dem Vorfall, wie das Österreichische Kulturforum mitteilte.

Das Kunstwerk ist ein Teil der Ausstellung „When Gesture Becomes Event“ von insgesamt 16 Künstlerinnen, die derzeit in der Laibacher Stadtgalerie zu sehen ist. Die Leinwand mit dem handgestickten Satz „Solange die Hoffnung, die wir verbreiten, größer ist als die Angst, der wir uns gegenübersehen, werde ich ein Feminist/eine Feministin sein“, wurde bei dem Brand teilweise zerstört.

Cibulka enttäuscht

Der Spruch sei „eine Botschaft der Hoffnung“, betonte Cibulka. Diejenigen, die mit ihrem Solange-Projekt vertraut seien, wüssten, wie Optimismus und positive Energie im Mittelpunkt ihrer Bemühungen um Solidarität und Dialog in der Gesellschaft zwischen allen Geschlechtern stünden, hieß es weiter. „Unser Hauptziel ist es, die Einheit vor die Spaltung zu stellen und möglichst vielen Menschen die Möglichkeit zu geben, sich an der öffentlichen Debatte zu beteiligen“, so die Künstlerin. Sie zeigte sich enttäuscht, dass der Satz und seine Poetik von einigen anscheinend nicht verstanden wurden.

Das Österreichische Kulturforum Laibach bedauerte den Akt des Vandalismus und äußerte die Hoffnung, dass die Täter durch die Sicherheitskräfte ausgeforscht werden können. Auch die Laibacher Stadtgalerie verurteilte das Vandalismus. Die Kuratorin der Ausstellung, Alenka Gregoric, betonte, dass man über den Vorfall erschüttert und traurig sei, gleichzeitig freue man sich aber über viele positive Reaktionen und Unterstützungsbekundungen, berichtete die Nachrichtenagentur STA. Die Galerie hoffe, dass der Angriff eine Diskussion über Gleichheit und Solidarität anregen werde, was auch die Absicht der Ausstellung, die in Zusammenarbeit mit dem Künstlerhaus Wien vorbereitet wurde, sei. (APA)

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