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Akay-Türker im TT-Interview: „Der Koran ist viel moderner als die gelebte Tradition“

Fatma Akay-Türker verließ 2020 unter Protest die IGGÖ. In „Nur vor Allah werfe ich mich nieder“ analysiert sie ein verkrustetes System.

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Fatma Akay-Türker stieß im Obersten Rat der Islamischen Glaubensgemeinschaft auf Widerstand, Ausgrenzung und Geringschätzung.
© Lukas Beck

Sie haben ein aufrüttelndes Buch über das Patriarchat im Islam geschrieben – auch über das vorherrschende Frauenbild in der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ). Waren Sie von den Strukturen dort tatsächlich überrascht?

Fatma Akay-Türker: Ich konnte mir damals wirklich nicht vorstellen, dass Männer, mitten in Europa, noch solch ein Frauenbild vertreten. Dieses Bild passte so gar nicht mit dem Weltbild in meiner Familie zusammen.

Diese strukturelle Frauenfeindlichkeit in der IGGÖ, so schreiben Sie in Ihrem Buch, gibt es so nicht einmal mehr in der Türkei.


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