Nach Mattarella-Aussage: Südtirol-Ausschuss wird jetzt aktiv

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Alexander Van der Bellen (r.) soll bei Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella erneut die Frage der Südtirol-Aktivisten ansprechen.
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Rom, Innsbruck ‒ Nach der Festnahme von neun ehemaligen italienischen Linksextremisten in Frankreich vergangene Woche urgiert Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella, dass auch andere im Ausland noch flüchtige Terroristen festgenommen würden. Das versetzt die heimische Politik in Aufregung, obwohl Mattarella die teils in Abwesenheit zu langjährigen Haftstrafen verurteilten ehemaligen Südtiroler Attentäter nicht ausdrücklich genannt hat. Sie leben heute in Österreich und Deutschland.

„Ich hoffe, dass das Gleiche denjenigen geschieht, die sich der italienischen Justiz entzogen haben und ihr Leben auf der Flucht in anderen Ländern verbringen. So viele Menschenleben wurden zerstört, mit irreparablen Wunden in den Familien, die ihre Existenz erschüttert sahen“, sagte Mattarella in einem Interview mit der römischen Tageszeitung La Repubblica.

Für den Vorsitzenden des Südtirol-Unterausschusses, ÖVP-Nationalrat Hermann Gahr, sind die jüngsten Aussagen „verstörend“. Schließlich müsste die Entwicklung in Richtung Begnadigung gehen. 2019 hat sich beispielsweise der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) für die Amnestie der noch lebenden Südtiroler Attentäter, der drei so genannten „Pusterer Buam“ Siegfried Steger, Heinrich Oberleitner und Sepp Forer, ausgesprochen. Oberleitner hat selbst ein Gnadengesuch eingereicht.

„Im Südtirol-Ausschuss werden wir jetzt aktiv werden“, kündigt Gahr an. Schließlich soll im Juli ein Staatsbesuch von Bundespräsident Alexander Van der Bellen in Italien geplant sein. „Es ist Zeit, einen Schlussstrich zu setzen“, sagt Gahr. Auch bei Justizministerin Alma Zadić (Grüne) will sich Gahr für die Südtirol-Aktivisten einsetzen, schließlich wird Zadić in den nächsten Wochen mit ihrer italienischen Amtskollegin Luciana Lamorgese zusammentreffen. (TT, pn)


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