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Gipfel noch nicht erreicht: Mit dem Radboom steigen auch die Verletzungen

40 Prozent der Verletzungen werden an den oberen Extremitäten verzeichnet.
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Besonders gefährdet sind junge Downhiller und E-Biker ab 60. Das zeigt eine neue Untersuchung der Unfallklinik Innsbruck.

Von Sabine Strobl

Wer sein Rad liebt, der fährt. Die Corona-Pandemie hat den Trend Radfahren verstärkt. So rechnet der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) heuer mit 300.000 Erwachsenen, die regelmäßig das Rad benützen. Und was am Wochenende auf Tirols Radwegen und Almstrecken los ist, lässt nicht nur sportaffine Geister staunen. Doch die Fortbewegung auf zwei Rädern birgt auch Gefahren. Verletzungen nehmen zu.

Die Uniklinik für Traumatologie und Orthopädie hat jetzt die Radverletzungen genau unter die Lupe genommen. Wie Direktor Rohit Arora feststellt, „gab es im vergangenen Corona-Jahr deutlich mehr Verletzte als im Jahr zuvor“. 2020 stieg die Zahl auf 1859 Verletzte, die an der Unfallklinik behandelt wurden, 6 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Zwei Gruppen sind besonders oft von Verletzungen durch Unfälle betroffen. Die eine Gruppe umfasst junge Downhiller zwischen 18 und 30 Jahren, die andere ältere E-Biker. „Das Muster ist eindeutig. Über 60-Jährige werden am häufigsten bei Unfällen mit dem E-Bike verletzt“, erklärt Arora.