Die WSG Tirol kann noch immer nach den Sternen greifen

Die WSG Tirol will auch nach dem 3:3-Remis beim LASK im Finish des Meister-Play-offs mehr als nur das Zünglein an der Waage spielen.

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Am Ende fuhr die WSG Tirol beim LASK wieder erfolgreich das lange Bein aus – Linksverteidiger David Schnegg (r.) stemmte sich hier gegen Dominik Reiter.
© gepa

Von Alex Gruber

Wattens – Am neunten Spieltag unter den Top sechs stapfte nicht nur LASK-Coach Dominik Thalhammer, sondern danach auch noch Rapid-Trainer Didi Kühbauer bei der 1:2-Heimniederlage gegen den WAC aufgrund unberechtigter Elfmeterpfiffe bedient in die Kabine. Thalhammer kassierte wegen Kritik an den Unparteiischen nach dem Schlusspfiff Gelb-Rot. Es geht, wie er im Nachhinein betonte, „wirklich um viel, um die Euro-League“. Klar, dass der Ruf nach dem Video Assistant Referee (VAR kommt nächste Saison) ein weiteres Mal lauter wurde. Auch eine Überlegung wert, dass Thalhammer auf eine Professionalisierung des heimischen Schiedsrichter-Wesens in der obersten Spielklasse anspielte.

„Wir haben den Elfer nicht gepfiffen. Es war der Schiri. Dieses Mal waren halt wir die Glücklicheren und am Ende der Saison gleicht sich vieles aus“, notierte WSG-Sportmanager Stefan Köck gestern. Der Blick zum Rapid-Match – „natürlich war der WAC-Sieg nicht förderlich“ – blieb jetzt bei vier Punkten Rückstand auf Platz fünf nicht aus. Nachsatz: „Wir müssen uns dennoch auf unsere Hausaufgaben konzentrieren und am Mittwoch einen Weg finden, erstmals gegen Sturm zu gewinnen.“

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Die WSG fand gegen den LASK mit erneut starker Moral wieder einen Weg, um auszugleichen und ein Pünktchen zu ergattern. Das war auch den Saisontreffern Nummer 15 und 16 von Nikolai Baden Frederiksen geschuldet, der sich zuvor nicht in Szene setzen konnte: „16 Tore sind eine starke Marke, aber mit so einer Performance geht es sich bei anderen Clubs vielleicht nicht mehr aus. Weil da ist schon der Weg in die Stammelf weit schwerer“, hielt Silberberger mit (leiser) Kritik an seinem dänischen Torjäger fest und erklärte hinsichtlich der ganzen Transfergerüchte um die WSG-Aktien: „Der permanente Hype tut nicht allen gut.“

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Drei Runden – Köck erwartet für diese Woche Transfernews – stehen in dieser Besetzung noch aus. Die sensationelle Chance auf Platz fünf und ein Ticket fürs internationale Geschäft ist immer noch gegeben. „Wenn wir Sturm schlagen, wird’s lässig. Und wenn wir dann am Sonntag auch noch gegen den WAC gewinnen würden, wäre im Idealfall sogar der Sprung auf Rang drei möglich. Die Konstellation mit vielen direkten Duellen gibt noch sehr viel her“, schärft Silberberger vor dem Heimdoppelpack die Sinne. Im Kampf um Rang drei und die direkte Qualifikation spielt die WSG jetzt gegen Sturm das Zünglein an der Waage. Mit dieser attraktiven Rolle alleine soll es aber nicht getan sein.


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