Verschworener Wacker-Haufen will sich den Relegation-Platz sichern

Vorentscheidung im Aufstiegskampf – FC Wacker gastiert heute in Lafnitz, Klagenfurt beim FC Liefering.

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Trotz der störenden Nebengeräusche wollen die Wacker-Spieler heute auf sportlicher Ebene jubeln.
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Von Wolfgang Müller

Innsbruck – „Ich bin gestählt von meiner Zeit in München bei den Löwen. Das bringt mich nicht aus der Fassung“, konzentriert sich Wacker-Coach Daniel Bierofka trotz der Unruhe rund ums Tivoli voll und ganz auf das Sportliche. „Wir können es selber richten und das ist ein mentaler Vorteil, den wir nützen sollten“, blickt der 42-Jährige dem heutigen Schlager ab 18.10 Uhr in Lafnitz optimistisch entgegen: „Die Mannschaft hat Lunte gerochen, ist total überzeugt und hat nach den Erfolgen der letzten Wochen auch Selbstvertrauen.“ Durchaus möglich, dass heute im Kampf um den Relegationsplatz eine Vorentscheidung fällt, denn FCW-Konkurrent Austria Klagenfurt muss bei Tabellenführer FC Liefering antreten. „Sieben auf einen Streich“, soll es nach dem Schlusspfiff in Lafnitz heißen. Nach den zuletzt sechs Siegen in Serie sollen nach der längsten Busreise der Saison wieder drei Punkte mehr auf dem Konto stehen.

Dafür sorgen soll neben einem engagierten Auftritt des gesamten Teams Torjäger Ronivaldo. Mit dem Viererpack beim 5:1-Heimsieg gegen den GAK kehrte beim Brasilianer auch das Lachen zurück. „Es war eine Erlösung und jetzt hoffe ich, dass ich mit weiteren Toren helfen kann, das Saisonziel zu erreichen. Gezweifelt habe er trotz Torflaute nie, „weil ich ja zu vielen Chancen kam“. Dass er mit zunehmendem Alter jetzt viel mehr Kilometer machen muss als früher, ist ihm recht: „Weil es der Sache dient.“

Fabio Viteritti muss heute ersetzt werden. „Der Ausfall tut uns weh, aber wir haben schon so viele Rückschläge verdaut, wir haben auch dafür Lösungen“, ließ sich Bierofka gestern vor der Abfahrt Richtung Steiermark nicht in die Aufstellungskarten blicken.

Seine Kicker lobte er in höchsten Tönen: „Das ist eine Charaktermannschaft. So wie die mit der Situation umgeht, da kann ich nur den Hut ziehen. Die Wacker-Fans können stolz auf diese Jungs sein. Egal, wie die ganze Sache ausgeht, dieses Team kann in Zukunft für Furore sorgen.“

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